In eigener Sache
Beim erstellen einer Homepage geht es nicht nur um Inhalt und grafische Darstellung, sondern auch um die richtige Programmierung. Dieser Punkt wird leider sehr häufig vernachlässigt bzw. wird ihm wenig Beachtung geschenkt. Die falsche Programmierung (meistens durch Unwissenheit) verursacht das der Inhalt der Seite nicht für jeden zugänglich (Barrierefrei) ist.
Bei dem Begriff Barrierefrei oder Accessiblity geht es darum, dass die Webseite von jedem (auch Sehbehinderten, Hörgeschädigte, ...) und mit seinen zur Verfügung stehenden Hard- und Software (jedem Browser, PDA, Handy, ...) richtig dargestellt werden kann.
Für saubers programmieren wurden standarts und Richtlinien durch Arbeitsgruppen und Konsortien festgelegt. Doch das diese auch nicht immer optimal sind, ist schön in diesem Kommentar über die neue WCAG Version (WCAG 2.0) zu erkennen.
Seit Ende 2005 programmiere ich nun bereits in meiner Freizeit an dieser Webseite und ich versuche diese stehts zu verbessern. Gerade in Sache Barrierefreiheit/Zugäglichkeit will ich noch viel optimieren. Natürlich bin ich auch nicht perfekt und für Hinweise auf Fehler bzw. schlechte programmierung sehr dankbar.
In der Hoffnung, dass auch andere Versuchen Ihre Webseite barrierefrei und sauber zu programmieren, gibt es nachfolgend noch Links zu hilfreichen Informationen.

Was ist ›Einfach für Alle‹?
Die Initiative ›Einfach für Alle‹ wurde 2000 von der Aktion Mensch gestartet. Sie richtet sich an Anbieter von Internetseiten und Agenturen, die überzeugt werden sollen, dass auch sie von barrierefreiem Internet profitieren. Durch Unabhängigkeit vom Ausgabegerät erhöht Barrierefreiheit die Reichweite von Internetseiten. ›Schlanke‹ Programmierung sorgt für kürzere Ladezeiten und geringere Kosten. Barrierefreie Seiten sind in der Regel besser verständlich und leichter zu bedienen. Anbieter bekommen mehr und zufriedene Kunden.
Barrierefreies Internet wurde zunächst für Menschen mit Behinderung konzipiert. Diese wurden zu Vorreitern der Umsetzung technischer Standards im Internet. Denn Webseiten, die für Braillezeile und Screenreader zugänglich sind, sind auch über Handy, PDA oder Auto-Bordcomputer zu erreichen.

W3C verfolgt seine Ziele vor allem durch die Entwicklung von Web-Standards und Richtlinien. In den ersten zehn Jahren seiner Arbeit hat das W3C mehr als 80 W3C Recommendations herausgegeben. Das W3C engagiert sich auch in Ausbildung und Verbreitung der Standards, entwickelt Software und dient als offenes Diskussionsforum über das Web. Damit das Web sein volles Potential erreichen kann, müssen die fundamentalen Web-Technologien kompatibel untereinander sein und mit jeder beliebigen Hard- und Software, die eingesetzt wird, um auf das Web zuzugreifen, zusammen arbeiten. Das W3C bezeichnet dieses Ziel als “Web Interoperabilität.” Durch das Veröffentlichen von offenen (nicht-proprietären) Standards für Web-Sprachen und -Protokolle versucht das W3C, eine Marktfragmentierung - und damit eine Fragmentierung des Web - zu vermeiden.

Grundsätzlich arbeiten Computer nur mit Zahlen. Buchstaben und andere Zeichen werden daher Zahlen zugeordnet um sie zu speichern. Vor der Erfindung von Unicode gab es hunderte unterschiedlicher Kodierungssysteme. Keines dieser Kodierungssysteme umfasste je genug Zeichen: So braucht die Europäische Union allein mehrere Kodierungssysteme um damit den Bedarf für die Sprachen aller Mitgliedsländer abzudecken. Nicht einmal für eine einzelne Sprache wie Englisch oder Deutsch gab es ein Kodierungssystem, das wirklich alle Buchstaben, Interpunktionszeichen und alle gebräuchlichen technischen Zeichen umfasste.
Diese Kodierungssysteme sind untereinander unverträglich, denn unterschiedliche Kodierungen können dieselbe Zahl für verschiedene Zeichen benutzen oder verschiedene Zahlen für dasselbe Zeichen. Jeder Rechner (vor allem Server) muss viele verschiedene Kodierungssysteme unterstützen; und wenn Text zwischen verschiedenen Kodierungssystemen oder Rechnersystemen ausgetauscht wird, läuft dieser Text Gefahr verstümmelt zu werden
Unicode ändert das alles!
Unicode gibt jedem Zeichen seine eigene Nummer — systemunabhängig, programmunabhängig, sprachunabhängig. Die Unicode-Norm wird eingesetzt von Industriegrößen wie Apple, HP, IBM, JustSystem, Microsoft, Oracle, SAP, Sun, Sybase, Unisys und vielen anderen. Unicode ist eine Voraussetzung moderner Normen, wie z.B. XML, Java, ECMAScript (JavaScript), LDAP, CORBA 3.0, WML, usw., und ist die anerkannte Implementierung der internationalen Norm ISO/IEC 10646. Es wird in vielen Betriebssystemen, allen modernen Browsern, und vielen anderen Produkten unterstützt. Die wachsende Akzeptanz der Unicode-Norm und die Verfügbarkeit unterstützender Programme zählen zu den bedeutendsten weltweiten Trends in der gegenwärtigen Softwaretechnik.
Der Einsatz von Unicode in Client-Server- oder vielschichtigen Anwendungen und in Internet-Seiten ermöglicht bedeutende Kosteneinsparungen im Vergleich mit herkömmlichen Zeichensätzen. Anwendungsprogramme und Internet-Seiten können für viele Systeme, Sprachen und Länder direkt eingesetzt werden ohne sie jeweils speziell und aufwendig anpassen zu müssen. Text kann mit Unicode weltweit ohne Informationsverluste ausgetauscht werden.
Informationen zum Unicode-Konsortium
Das Unicode-Konsortium ist eine gemeinnützige Organisation mit dem Gründungsziel die Unicode-Norm, die die Darstellung von Textdaten in modernen Softwareprodukten und Softwarenormen festlegt, zu entwickeln, zu erweitern, und ihren Einsatz zu fördern. Die Mitglieder des Konsortiums repräsentieren ein breites Spektrum von Firmen und Institutionen in der datenverarbeitenden Industrie und Informationstechnik; auch die neuen Medien sind vertreten. Das Konsortium finanziert sich allein durch Mitgliedsbeiträge. Die Mitgliedschaft im Unicode-Konsortium steht weltweit allen Institutionen und Privatpersonen offen, die die Unicode-Norm unterstützen und an ihrer Erweiterung oder zu ihrem Einsatz in der Praxis beitragen möchten.