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Radtour durch Asien 2007/2008 - Vietnam

2008-03-25: Zug Hue - Saigon (266. Tag)

2008-03-25: Zug Hue - Saigon (266. Tag) So stand ich also bereits um 4 Uhr frühs auf, machte mich kurz fertig und weckte das schlafende Personal, dem ich aber am Vorabend allerdings vorgewarnt hatte. Um 5 Uhr war ich am Bahnhof, wie mir von denen geraten wurde. Aber war ja klar, das Office hatte noch geschlossen. 20 Minuten später wurde es endlich geöffnet. All meine Taschen in den Zug zu schleppen war gar nicht so einfach und erinnerte mich an den Start meiner Reise. Der Zug fuhr pünktlich um 6:25 Uhr los und war zum Glück nicht voll besetzt, im Gegensatz zu den China, wo auch Stehplätze verkauft werden. Da saß ich nun auf der harten Holzbank, auf der ich etwa 27h auszuharren hatte. Ich war ganz überrascht, dass man hier sogar kostenlos verpflegt wurde, es gab ein Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Zwischendurch wurden alle möglichen Snacks und Getränke verkauft, was ich aber nicht nutzte. Zum einen, da ich mich vor der Fahrt mit einigem eingedeckt hatte und zum anderen hatte ich kaum noch Geld bei mir. Dies führte zu etwas Aufsehen, die anderen in meinem Abteil konnten nicht verstehen, dass ich nichts kaufte... ich meinte schulterzuckend "No Money". Was sie mir am Anfang ganz sicher nicht abnahmen, aber noch vielen Stunden und immer noch nichts gekauft glaubten sie mir wohl.

Ich kam mit meinen Sitznachbarn ins Gespräch und ich erzählte ihnen von meiner Reise und zeigte ein paar Bilder. Es war wirklich sehr nett und da ich ihnen wohl leid tat, teilten sie mit mir einige Sachen. Etwas unangenehm war, dass das Rauchverbot niemanden interressierte und der ganze Müll wurde aus den Fenstern geworfen. Ich schaffte es wenigstens meine direkten Nachbarn davon zu überzeugen, dass sie damit ihr eigenes Land zerstören würden.

Als der Zug durch die schönen Berge fuhr, wünschte ich mir, ich wäre auf meinem Rad. Auch sah ich einige einsame Strände, wo ich mir vorstellte, wie schön es sein müsste dort für ein zwei Tage zu Zelten... naja, diesen Traum werde ich mir auf dieser Reise wohl nicht erfüllen können. In der Nacht wurde es etwas ungemütlich. Die kleinen Vietnamesen konnten sich relativ gut auf eine Bank legen, aber ich war einfach zu groß, so war ich fast die ganze Fahrt über wach und schlief nur kurz und schlecht. Um etwa 9 Uhr kamen wir endlich in Ho Chi Minh City (Saigon) an.

2008-03-26 - 2008-03-28: Saigon (267. - 269. Tag)

2008-03-26 - 2008-03-28: Saigon (267. - 269. Tag) Ich musste etwa eine halbe Stunde warten, bis mein Fahrrad entladen war. Dann fuhr ich durch die Stadt und ihrem unglaublichen Vehrker, auf der Suche nach einem Hotel. An einer Ampel fuhr mir ein Motorradfahrer ins Heck, er bremste etwas zu spät, war aber nichts passiert. Nach einigen Hotelbesichtigungen, fand ich endlich eines, welches ich vom Preis/Leistungs Verhältnis akzeptabel fand und auch die Lage gefiehl mir recht gut.

Ich hatte ja bereits in Hue weniger auf mein Budget geachtet, speziell wenn es ums Essen ging. Ich dachte mir ich musste mir nun etwas gönnen und auch wieder zu kräften kommen. Als ich ein italienisches Restaurant fand, dass mitttags ein "All you can Eat" Pasta Buffet für 38.000 Dong anbot, strahlten meine Augen. Die armen, aber zu ihrem Glück aß... äh, fraß nicht jeder so viel wie ich. Ich aß drei große Teller Spaghetti und Lasagne, natürlich schön gehäuft plus f¨nf Teller Salat und Obst. Ein Glück blieb ich in Saigon nicht zu lange, sonst wäre ich kugel rund geworden. Am nächsten Tag aß ich wieder genauso viel dort. Jedesmal musste ich mich danach erst einmal hinlegen um mich von diesen Fressgelagen zu erholen. Ich lieh mir von Pete, auf Wales, einen Reiseführer über Südostasien und studierte diesen in kombination mit meinen Karten für Kambodscha und Laos. So makierte ich mir die Stellen, die ich unbedingt besichtigen wollte und schrieb mir die wichtigsten Informationen auf. So hatte ich bereits eine gute Vorstellung, wie meine weitere Route aussehen sollte.

Nachdem ich meinem Fahrrad mal wieder eine dringend nötige Wäsche verpasst hatte, führte mich Mathias, aus den USA, der hier seit 6 Monaten englisch unterichtete, zu einem Schwimmbad, bei dem ich ein paar Stunden viele Bahnen ziehen konnte. Abends fand ich eine nette kleine Bar (halb im Freien), bei der das frisch gezapfte Bier gerade mal 4000 Dong kostete. Es war auch ein toller Platz um andere reisende zu treffen. Den nächsten Tag schnappte ich mir mein Rad und erkundete die Stadt. Ich fuhr zur Chinatown und ans Flussufer. Am Abend trnk ich einige sehr leckere frisch gepresste Fruchtsäfte, durstig von dem heißen Tag.

heutige Ausgaben: 53.000 Dong - Essen
6.000 Dong - Bananen
28.000 Dong - Kaffee
5.500 Dong - Wasser
87.500 Dong - Essen
74.000 Dong - Essen
10.000 Dong - Schwimmen
30.000 Dong - Essen
24.000 Dong - 6 Bier
6.000 Dong - Internet
56.000 Dong - Essen
33.000 Dong - 3 frische Fruchtsäfte
29.000 Dong - Kaffee
10.000 Dong - Internet
320.000 Dong - Hotel
25.000 Dong - 5 Bier
10.000 Dong - 2 Wasser
Gesamt Ausgaben: 6.985.500 Dong

2008-03-29: My Tho (270. Tag)

2008-03-29: My Tho (270. Tag) Endlich war ich wieder bereit weiter zu radeln. Ich hatte vor nicht direkt zur Grenze von Kambodscha zu fahren, sondern erst noch weiter nach Süden ins Mekong Delta. Ich nahm die QL50 von Saigon, da ich nicht mehr auf der Hauptstrasse fahren wollte. Es war verdammt heiß, mein Thermometer stieg auf 41 C und die Sonne war extrem kräftig, trotz Sonnencreme hatte ich bereits Mittags einen leichten Sonnenbrand. Selbst der Wind war sehr heiß und kühlte nicht wirklich. In der größten Mittagshitze legte ich eine lange Pause ein.

Tageskilometer: 98,04 km
Fahrzeit: 6:01:27
Höhenmeter: 117 m

Gesamt Kilometer: 12.739 km
Gesamt Höhenmeter: 81.838 m

heutige Ausgaben: 2.000 Dong - Fähre
28.000 Dong - Essen
5.000 Dong - Wasser
11.000 Dong - 7-Up
120.000 Dong - Hotel
15.000 Dong - Essen
10.000 Dong - Smoothy
10.000 Dong - 2 Wasser
2.000 Dong - Internet
Gesamt Ausgaben: 7.188.500 Dong

2008-03-30: Sa Dec (271. Tag)

2008-03-30: Sa Dec (271. Tag) Heute erreichte ich den südlichsten Punkt meiner Reise und von nun an ging es wieder nordwärts. Durchs Mekong Delta zu fahren war recht angenehm. Es ging über viele kleine Brücken und überall wuchsen große Kokospalmen und Bananenbäume. Kinder schwammen in den vielen kleinen Flussarmen, auch wenn das Wasser extrem braun und bestimmt nicht sauber war. Es schien hier alles etwas gemütlicher und ruhiger zu zugehen.

Abends wurde ich, als ich gerade in einem kleinen Stau steckte in ein Cafe gerufen. Die drei boten mir super leckere Mangos an, die einer frisch von ihrem Baum pflückte, dazu noch einen leckeren Kaffee und Tee. Wir unterhielten uns eine Weile auch wenn es sehr schwer war und wir wohl oft aneinander vorbei redeteten. Womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte, war dass sie am Ende kein Geld wollten. Ich bedankte mich tausendmal und war froh über diese nette Einladung. Auch freute ich mich, hier im Delta endlich viel Obst zu finden, bei dem auch der Preis sehr gut war.

Tageskilometer: 94,03 km
Fahrzeit: 5:23:40
Höhenmeter: 119 m

Gesamt Kilometer: 12.833 km
Gesamt Höhenmeter: 81.957 m

heutige Ausgaben: 16.000 Dong - Kaffee, Joghurt
1.500 Dong - Fähre
4.000 Dong - Brot
6.500 Dong - 2 Ananas
1.000 Dong - Fähre
18.000 Dong - Essen
18.000 Dong - 2 Wasser, Bier
1.000 Dong - Fähre
1.000 Dong - Fähre
500 Dong - Fähre
5.000 Dong - Bananen
20.000 Dong - Essen
110.000 Dong - Hotel
Gesamt Ausgaben: 7.391.000 Dong

2008-03-31: Chau Doc (272. Tag)

2008-03-31: Chau Doc (272. Tag) Die exteme Hitze machte mir bereits nur noch wenig aus, allerdings brauchte meine Heut noch etwas um sich an die kräftige Sonne zu gewönen. Ich folgte heute kleine Strassen an den Armen des Mekongs nach Nordwesten. Die kleinen Wege waren oftmals nur Schotterpisten oder bestanden aus tiefen Sand, in dem ich hin und wieder schieben musste. Trotz der anstrengenden Strecke musste ich unbedingt so nah wie möglich an die Grenze kommen. Mein Visum lies mir nur noch einen Tag übrig. Dies war das erstemal, dass ich mein Visum vom ersten bis zum letzten Tag ausreitzte. Auch wenn es kein zu großes Problem war die Grenze zu erreichen, dieser Zeitdruck war jedesmal unangenehm. Sehr dreckig und verschwitzt von der sandigen Strasse kam ich Abends in Chau Doc an.

Somit endete meine Radtour durch Vietnam. Leider musste ich etwa die hälfte der Strecke mit dem Zug fahren. Eine Visumsverlängerung kam für mich nicht in Frage, dafür war ich von den Vietnamesen zu sehr enttäuscht worden. Ich konnte hier keinen mehr trauen, es schien immer ums Geld zu gehen. Selbst für eine simple Auskunft nach einem günstigen Hotel wurde manchmal nach einem Honorar verlangt, im Gegensatz zu China wo ich sogar mal durch die ganze Stadt, von Hotel zu Hotel geführt wurde und er nahm nicht einmal die Einladung zum Essen an, er freute sich einfach mir geholfen zu haben. Es gab viele kleine ärgerliche Ereignisse mit den Einheimischen in Vietnam, doch das Schlimmste war das am Strand, wo mir drei Herren auf biegen und brechen Geld abknüpfen wollten. Es erging aber nicht nur mir so, ich dachte anfangs, dass ich evtl. einfach zu verwöhnt von meinen Vorländern war und ich sprach andere Reisende an, was sie von Vietnam und ihren Leuten hielten... sie empfanden genau gleich. Eine erzählte mir, dass sie von einer Familie eingeladen wurde und am Ende wollten sie Geld dafür, was nicht gerade der Sinn einer Einladung ist. Selbstverständlich war sie recht verärgert darüber.

Ein Glück gab es jedoch auch ein paar Ausnahmen. Ich habe drei sehr nette gleich zu begin im Norden von Vietnam getroffen und vier am Ende im Süden. Smit konnte ich Vietnam mit einem nicht zu schlechten Eindruck verlassen. Aber als cih an der Grenze zu Kambodscha "Ade" zu Vietnam sagte, war mir klar: "Ich komme nicht wieder!".

Tageskilometer: 102,98 km
Fahrzeit: 6:15:30
Höhenmeter: 107 m

Gesamt Kilometer: 12.936 km
Gesamt Höhenmeter: 82.064 m

heutige Ausgaben: 28.000 Dong - Essen
10.000 Dong - Pepsi
2.000 Dong - Fähre
6.000 Dong - Kokusnuss
3.000 Dong - Fähre
100.000 Dong - Hotel
10.000 Dong - 5 Mangos
70.000 Dong - Essen
10.000 Dong - Bier
27.000 Dong - Essen
10.000 Dong - 2 Wasser
8.000 Dong - Essen
Gesamt Ausgaben: 7.675.000 Dong

Vietnam => 10,33 €/Tag