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Cycling tour through Asia 2007/2008 - Cambodia

2008-04-01: Takeo (273. Day)

2008-04-01: Takeo (273. Day) Frühs fuhr ich als erstes zu dem Restaurant, bei dem ich am Abend zuvor bereits gegessen hatte, um zu frühstücken. Ich fand es dort sehr nett. Dann war ich auf dem Weg zur Grenze. Mir hatte ein netter Angestellter in einem Hotel erzählt, dass der Grenzübergang bei Tinh Bien (Vietnam) und Phnom Den ( Kambodscha), nun auch Visas austellen sollte. So fuhr ich zu diesem, er lag 24 km von Chau Doc entfernt. Ich gab noch meine letzten paar Dong kurz vor der Grenze aus und versuchte dann mein Glück mit den Behörden. Es verlief alles reibungslos und sehr schnell. Auf der kambodschanischen Seite bekam ich gegen Ausfüllen eines Formulars, Abgabe eines Passfotos und zahlen von 25 Dollar mein Visum für einen Monat. Jetzt hatte ich nur noch ein Problem... ich hatte nur noch 6 Dollar übrig und ich befürchtete, ich würde keinen ATM vor Phnom Penh finden. Als ich einige Kilometer weiter eine Bank fand, wechselte ich meine letzten Dollar in Riel.

Mittags wurde es verdammt heiß, die Sonne brannte mit 47 C und mein Trinkwasser war auch dementsprechend aufgeheitzt. Ich setzte mich in den Schatten eines Baumes um mich etwas auszuruhen. Mein Fahrrad blieb dabei allerdings nicht all zu lange stehen, der Fahrradständer bohrte sich in den heißen Asphalt. Dabei fiel mein Handy aus meiner Lenkertasche. Ich bemerkte dies erst als ich drei Kilometer weiter ein Foto schoss. Nervös über den Verlust fuhr ich schnell wieder zurück und atmete erleichtert auf, als ich es im Gebüsch wiederfand, dort lag es versteckt vor den Augen vorbeifahrender bzw. laufender.

In Takeo angekommen, fand ich ein Guesthouse, allerdings wollten die 24.000 Riel für das Zimmer. Dies war genau der Betrag, den ich noch hatte. Netterweise gaben sie es mir dann für 20.000 Riel. Nun brauchte ich aber dringend eine Bank, ich konnte mir nicht einmal zwei Flaschen Wasser kaufen, als ich in einem kleinen Supermarkt danach fragte. Sie erzählten mir, dass es eine Bank etwa 1 km weiter der Strasse entlang gab. Woraufhin ich mich gleich auf den Weg dorthin begab. Irre war, dass die zwei Mädels vom Supermarkt, nach wenigen Minuten mit ihren Rollern mir hinterher kamen und mir die zwei Flaschen Wasser schenken wollten. Sie meinten, dass die Bank um die Zeit bestimmt bereits geschlossen sei. Ich lehnte ab, dies war ein zu großes Geschenk, dass konnte ich nicht annehmen. Doch sie bestanden darauf, so dass ich ihnen wenigstens meine letzten 4.000 Riel dafür geben wollte. Aber sie meinten, dass ich ja noch was zum Essen bräuchte. So nahm ich ihr unglaubliches Geschenk an und versicherte ihnen, dass am nächsten Morgen, sobald ich bei der Bank war, würde ich die zwei Flaschen bezahlen. Ich ging trotzdem noch weiter zur Bank, fand diese aber tatsächlich verschlossen vor. Auf dem Rückweg suchte ich ein Restaurant auf, denn ich war wirklich sehr hungrig. Auf der Speisekarte fand ich ein paar gebratene Nudeln für 4.000 Riel, die ich mir bestellte. Ich kam mit der Besitzerin etwas ins Gespräch und als ich aufgegessen hatte, fragte sie mich ob ich noch mehr wolle. Ich sagte ihr, dass ich leider nur noch 4.000 übrig hätte. Daraufhin lies sie mir noch eine Portion bringen und am Ende durfte ich nichts zahlen. Mir war dies schon etwas peinlich, aber diese Gesten, diese unglaubliche Gastfreundschaft... ich war überwältigt.

Tageskilometer: 78,67 km
Fahrzeit: 4:36:23
Höhenmeter: 172 m

Gesamt Kilometer: 13015 km
Gesamt Höhenmeter: 82236 m

heutige Ausgaben: 25 $ - Visum für Kambodscha
20.000 Riel - Guesthouse
Gesamt Ausgaben: 120.000 Riel

2008-04-02 - 2008-04-04: Phnom Penh (274. - 276. Day)

2008-04-02 - 2008-04-04: Phnom Penh (274. - 276. Day) So fuhr ich am Morgen als erstes zur Bank und bekam leider kein Geld mit meinen Karten, aber cih konnte nochmals etwas Geld wechseln. Dann fuhr ich zu dem kleinen Supermarkt, bezahlte die zwei Flaschen von gestern, kaufte gleich noch zwei und bedankte mich nochmals. Weiter ging es zum Restaurant, hier durfte ich nicht für meine zwei Mahlzeiten vom Vorabend zahlen, aber ich bestellte mir ein großes Frühstück... tja, durch solche netten Gesten macht man sich Kunden!

Inzwischen war es schon recht spät, als ich endlich auf dem Weg nach Phnom Penh war. Weit war die Hauptstadt nicht entfernt, aber es war um die Zeit schon sehr heiß. Nach gerda mal 14 km kamen mir zwei Franzosen auf ihren Fahrrädern entgegen. Sie waren bereits um 6 Uhr frühs von Phnom Penh gestartet. Wir unterhielten uns etwas, aber leier war dies nicht so einfach... wie fast alle Franzosen sprachen sie nur ganz schlecht englisch. Die zwei machten Ein-Monats Radtour durch Kambodscha.

Bei der Hitze hatte man wenigstens nicht viel Hunger, man brauchte nur reichlich zu trinken. Mein Mittagsessen bestand aus zwei Mangos und später trank ich zwei frische Kokusnüsse. Angekommen in Phnom Penh fuhr ich durch die Stadt auf der Suche nach einer Unterkunft. Hier war der Verkehr recht hoch, aber nichts im Vergleich zu Saigon. Ich fragte einen anderen Reisenden an der Strasse, ob er mir ein Guesthouse empfehlen könnte... so landete ich im Narin 2 Guesthouse. Es war ganz ok und hier traf ich am nächsten Tag auf Charles und Nathalia aus Belgien, die auch mit ihren Fahrrädern unterwegs waren. Sie fuhren von Thailand nach Laos, Vietnam und Kambodscha. Sie gaben mir sehr gute Tips über Laos und wir erkundeten zusammen die Stadt.

Am Freitag musste ich dringend mein Visum für Laos beantragen, da ich dieses nicht direkt an der Grenze bekommen konnte. Am Montag würde ich meinen Pass mit Visum wieder bekommen, aber ich dachte ich könne die Zeit nutzen um doch noch zum Strand von Sihanouk Ville zu fahren. Allerdings mit dem Bus, Fahrrad und Gepäck konnte ich in Phnom Penh im Guesthouse lassen. Charles & Nathalia fuhren mit ihren Rädern nach Kratie und wollten dann am Dienstag bzw. Mittwoch wieder zurück kommen. So sagten wir uns am Freitag Abend nach einem schönen indischen Essen "Auf wiedersehen!", denn wir wollten uns nächste Woche hier wieder treffen.

Tageskilometer: 78,94 km
Fahrzeit: 5:00:42
Höhenmeter: 91 m

Gesamt Kilometer: 13094 km
Gesamt Höhenmeter: 82327 m

heutige Ausgaben: 84.000 Riel - Guesthouse
10.000 Riel - Wasser
4.000 Riel - Essen
1.000 Riel - 2 Mangos
3.000 Riel - 2 Kokosnüsse
6.000 Riel - Kaffee, Ananas Shake
8.000 Riel - Gebäck
14.000 Riel - Essen
7.700 Riel - Haferflocken
8.000 Riel - 2 Bier
50.600 Riel - Saft, Müsli, Bier, Wasser
11.000 Riel - Essen
36.000 Riel - Essen
9.000 Riel - 3 Stifte
35 $ - Laos Visum
20.000 Riel - Busticket Sihanouk Ville
10.000 Riel - Eis, Joghurt
Gesamt Ausgaben: 457.700 Riel

2008-04-05 - 2008-04-07: Sihanouk Ville (277. - 279. Day)

2008-04-05 - 2008-04-07: Sihanouk Ville (277. - 279. Day) Um 7:15 Uhr startete der Bus nach Sihanouk Ville. Der Busfahrer fuhr recht angenehm ruhig und sicher, so dass ich bald in einen guten Schlaf fiel. Um etwa 12 Uhr kam ich in der Stadt an und ging direkt zu dem Hotel, Little Tokyo Villa, welches mir von Charles & Nathalia empfohlen wurde. Nach einer kleinen Pause schlenderte ich zum Strand, an dem ich bis zum Abend in dem wunderschön warmen Wasser schwamm. Dann wurde cih von einem heftigen Gewitter zurück ins Hotel getrieben. Als der Regen etwas nachgelassen hatte, aß ich ein großes Abendessen mit Meeresfrüchten im Cabbage Garden Restaurant, dies wurde mir ebenfalls von meinen zwei belgischen Freunden empfohlen und ich hätte dies sonst wohl auch nie gefunden, so versteckt wie dies lag.

Ich schlief recht lange und machte mich dann kurz vor Mittag auf den Weg zum Ortres Beach. Dieser war etwas weit entfernt, aber dadurch relativ ruhig und mir gefiel es dort sehr gut. Ich ging wieder schwimmen und trank zwischendurch einen Fruitshake nach dem anderen, im netten Bamboo Shak. Abends zog wieder ein großes Gewitter heran, so dass ich im dunkeln am Strand zurück in die Stadt joggte, um dem Unwetter zu entkommen. Leider ging es mir am nächsten Tag nicht so gut und ich spürte leichte schmerzen in meinen Knochen. Ich wollte eigentlich wieder zum Ortres Beach, blieb aber dann doch im Hotel um mich auszuruhen.

heutige Ausgaben: 60.000 Riel - Hotel
19.000 Riel - Essen
6.000 Riel - Wasser, Eis
42.000 Riel - 6 Shakes, 2 Bier, Pancake, Ananas
8.000 Riel - Essen
15.000 Riel - Essen
20.000 Riel - Busticket Phnom Penh
19.000 Riel - Saft, 2 Wasser
4.000 Riel - Motorrad zum Bus
Gesamt Ausgaben: 650.000 Riel

2008-04-08 - 2008-04-13: Phnom Penh (280. - 285. Day)

2008-04-08 - 2008-04-13: Phnom Penh (280. - 285. Day) Am Morgen ging es wieder zurück nach Phnom Penh. Dort ruhte ich mich noch weiter aus, da es mir immer noch nicht richtig gut ging. Ich freute mich sehr, als am Mittwoch Natalia & Charles von ihrer Tour nach Kratie zurück kamen. Wir gingen Abends wieder zusammen essen. Leider war der darauf folgende Tag eine Qual, ich wälzte mich den ganzen Tag im Bett, gekrümmt von meinem schmerzenden Bauch. Ein Glück lies es am Abend nach und nach einem guten langen Schlaf war ich am Freitag Morgen endlich wieder fit. An dem Tag fuhren Charles & Natalia mit dem Bus nach Siem Reap und wir nahmen Abschied von einander, bei einem guten Frühstück. Klasse war, dass ich in dem "Bites Restaurant" auf Dha traf, den ich am 2. April, bei meiner Ankunft in Phnom Penh getroffen hatte. Er hatte mich damals angesprochen, weil er sich sehr für mein Fahrrad interessiert hatte. Wir hatten uns sehr gut verstanden und er hatte mir erzählt, dass er selbst auch gerne ein paar kleine Touren mit dem Rad unternehme. Am Abend ging ich wieder in dieses Restaurant und lernte dabei durch Dha viele sehr nette Freunde kennen: Arun, aus Malaysia , die Schwester von Dha, Tina und ihr Mann Raaj, aus Kannada, den beiden gerhört das "Bites Restaurant". Raaj arbeitete auch als Englisch-Lehrer an einer Schule hier. Pete traf ich noch später, einen Freund und Kollegen von Raaj, aus Australien. Wir beschlossen am nächsten Tag eine kleine Radtour zu unternehmen. So trafen Dha, Arun, leider habe ich den Namen unserer dritten Person vergessen und ich uns um 6:30 Uhr im Restaurant zum Frühstücken und danach fuhren wir los. Aus der Stadt hinaus herrschte ein fürchterlicher Verkehr, ganz Phnom Penh war wegen dem kambodschanischen Neujahr auf dem Weg zu ihren Verwandten aufs Land. Wir verließen bald die groß Strasse und fuhren auf kleinen Sandpisten durch kleine Dörfer. Nach der Hälfte unserer geplanten Strecke, kamen wir an einem schönen Strand am Mekong an, an dem wir schwimmen gingen, unsere Fahrräder badeten und uns ausruhten. Dann musstren wir uns aber auf den Rückweg machen, denn die Mittagssonne brannte unerbärmlich. Die Strasse die wir nahmen war extrem staubig und wir mussten uns alle über Dha kaput lachen, der bald wie ein alter Opa aussah, seine schwarzen Haare waren weiß von all dem Staub.

Nach unsererem 40 km Ausflug aßen wir ein fantastisch leckeres Essen, zurück im "Bites Restaurant". Von Puth wurde ich am Abend zum Grillen in seine Wohnung eingeladen. Puth hatte etwa 30 Jahre in Deutschland, bei Hannover gelebt und als Architekt gearbeitet. Es war ein toller Abend und wir freuten uns beide mal wieder deutsch zu sprechen. Meinen letzten Tag in Phnom Penh verbrachte ich wieder viel zusammen mit meinem neuen Freunden im Restaurant, zwischendurch putzte ich mein Fahrrad und ging etwas Verpflegung einkaufen. Dann mussten wir bereits am Abend abschied nehmen, denn ich wollte um 6 Uhr, bei Sonnenaufgang, starten. Ich hoffe ich habe Gelegenheit hierher zurück zu kommen.

Tageskilometer: 41,38 km
Fahrzeit: 2:53:44
Höhenmeter: 205 m

Gesamt Kilometer: 13135 km
Gesamt Höhenmeter: 82432 m

heutige Ausgaben: 14.000 Riel - Essen
19.000 Riel - Essen
15.000 Riel - Essen
30.000 Riel - Essen
12.000 Riel - Essen
2.5000 Riel - Wasser
15.000 Riel - Essen
17.000 Riel - 2 Wasser, Traubensaft
13.000 Riel - Essen
12.500 Riel - Essen
8.000 Riel - Getränke
24.000 Riel - Essen
18.000 Riel - Essen
64.000 Riel - Saft, 3 Wasser, Müsli, 3 Dosen Fisch, Ketchup
13.000 Riel - Essen
12.000 Riel - Essen
120.000 Riel - Guesthouse
Gesamt Ausgaben: 1.0.59.000 Riel

2008-04-14: Skun (286. Day)

2008-04-14: Skun (286. Day) So war ich nun endlich wieder nach langer Erholungspause auf der Strasse. Es war der kambodschanische Neujahrsmorgen, doch hätte ich dies nicht gewusst, wäre es mir bestimmt nicht aufgefallen. Das einzige was mir auffiel, war dass die Strassen von Phnom Penh sehr leer waren.

April sollte der heißeste Monat in Kambodscha sein und so war es sinnvoll so früh wie möglich zu starten, denn gegen Mittag wurde die Sonne brutal. Ich kam recht schnell voran, nur ein ständiges Ausfallen meines Tachometers, stoppte mich mehrmals. Anscheinend wollte der Sensor nicht mehr, oder es lag am Kabel. Kurz vor Skun traf ich auf zwei Radreisende, er fuhr von England bis hierher und Elke hatte ihn spontan von Vietnam begleitet, wo die beiden sich getroffen hatten. Sie hatte sich ein Bike vorort gekauft und so waren die beiden nun zusammen unterwegs... einfach klasse! Ich erreichte Skun bereits um 12:30 Uhr und legte einen Mittagsschlaf ein, nach dem ich eine Unterkunft gefunden hatte. Später setzte ich mich in ein Cafe, trank ein paar kühle Getränke und lies den Tag gemütlich ausklingen.

Tageskilometer: 75,65 km
Fahrzeit: 3:59:00
Höhenmeter: 86 m

Gesamt Kilometer: 13211 km
Gesamt Höhenmeter: 82518 m

heutige Ausgaben: 20.000 Riel - Guesthouse
6.000 Riel - 6 Mangos
15.000 Riel - Essen
7.500 Riel - 3 Wasser
Gesamt Ausgaben: 1.107.500 Riel

2008-04-15: Kampong Thom (287. Day)

2008-04-15: Kampong Thom (287. Day) Zum Frühstück aß ich zwei Mangos und war dann wieder auf dem Rad. Mich ärgerte mein Tacho wieder, der immer wieder ausfiel. Erst gegen Ende lief er wieder konstant. Ich hoffte es lag nur am Waschen, dass wohl etwas Wasser in den Sensor kam und dass er nun wieder richtig funktionierte.

Sehr oft führte die Strasse an vielen großen Bäumen vorbei bzw. halbe Wälder, die einen traumhaften Sckatten spendeten. Aber ab und zu gab es freie Abschnitte, an denen die Sonne einem ganz schön zu schaffen machte. Geholfen hatte da eine kleine Pause, bei einem der kleinen Stände an der Strasse und ein kühles Bier oder eine frische Kokusnuss.

Ich fand Mittags ein nettes und günstiges Guesthouse, bei dem sich der 11 Jahre alte Sohn über meine Karte her machte und mir viele interessante Stellen zeigte. Dabei stellte er sich als sehr guter Reiseführer heraus. Abends schlenderte ich durch die Stadt und aß auf dem nächtlichen Strassenmarkt.

Tageskilometer: 91,74 km
Fahrzeit: 4:45:27
Höhenmeter: 83 m

Gesamt Kilometer: 13293 km
Gesamt Höhenmeter: 82602 m

heutige Ausgaben: 4.000 Riel - Bier, Cola
9.000 Riel - Essen
7.000 Riel - Bier, Limo, Kokusnuss
12.000 Riel - Guesthouse
2.000 Riel - Internet
6.000 Riel - Essen
Gesamt Ausgaben: 1.147.500 Riel

2008-04-16: Siem Reap (288. Day)

2008-04-16: Siem Reap (288. Day) Ich startete wieder um 6 Uhr frühs, um diese Uhrzeit ging gerade die Sonne auf und es war mit 27 C noch angenehm kühl. Ich musste mich heute gegen einen leichten Gegenwind abkämpfen. Besonders gegen Mittag war dieser sehr ärgerlich und zerrte bei 43 C sehr an den Kräften.

Was mir an Kambodscha sehr gefiel, waren die traditionellen Häuser, die auf Stelzen gebaut und oft mit einem einfachen Holzzaun umzäunt waren, mit vielen Schatten spendenden Bäumen und Pflanzen im Garten. Oft lagen die Bewohner in Hängematten, die zwischen den Stelzen aufgehängt wurden.

Ich hatte eigentlich geplant die 150 km bis Siem Reap in zwei Tagen zurück zu legen, da ich aber zwischen drin keine Unterkunft fand, die mir vom Preis/Leistungsverhältnis angemessen erschien, fuhr ich doch bis spät in den Abend nach Siem Reap. Auf der Suche nach einer Unterkunft traf ich auf zwei andere Radfahrer, Tony aus Frankreich und Pat aus Polen. So machten wir uns gemeinsam auf die Suche und als wir ein nettes Guesthouse fanden, konnten wir uns ein Zimmer zu dritt teilen. Die beiden sahen aus als ob sie bereits seit 10 Jahren mit dem Rad durch die Welt gezogen waren, ihre Radtour war aber gerade erst von Bangkok gestartet. Sie waren seit vielen Jahren unterwegs, hatten sich aber nun entschieden diese Radtour zu unternehmen und ihre Ausrüstung in Thailand gekauft.

Tageskilometer: 156,83 km
Fahrzeit: 9:27:34
Höhenmeter: 107 m

Gesamt Kilometer: 13450 km
Gesamt Höhenmeter: 82709 m

heutige Ausgaben: 7.000 Riel - Essen
10.000 Riel - 2 Bier, 2 Limo
14.500 Riel - Essen, 2 Bier, Kaffee, 2 Limo
2.000 Riel - Sprite
46.800 Riel - Müsli, Saft, Wasser, 2 Bier, Eis
6.200 Riel - Bier, 2 Wasser
17.200 Riel - Essen
12.000 Riel - Guesthouse
Gesamt Ausgaben: 1.263.200 Riel

2008-04-17 - 2008-04-21: Siem Reap (289. - 293. Day)

2008-04-17 - 2008-04-21: Siem Reap (289. - 293. Day) Den ersten Tag ruhten wir uns aus. Ich half Pat mit seinem Hinterrad, er hatte am Vortag sechs Platte auf dem Weg hierher. Wir nahmen alles auseinander und reinigten die Felge, Felgenband und Mantel. In einem Fahrradgeschäft kaufte er sich neue Schläuche, dann schnitten wir einen seiner alten längs auf und legten diesen zusätzlich um einen der neuen. Nun sollte er hoffentlich weniger Probleme haben. Später erkundeten wir die Stadt mit unseren Bikes und Tony entdeckte das Guesthouse wieder, in welchem er vor zwei Jahren war. Dieses hatten wir eigentlich gestern Abend gesucht, aber er hatte sich einfach nicht mehr erinnern können. Im Endeffekt war es aber nicht so wild, es war ohnehin für die nächsten Tage komplett ausgebucht. Als wir uns später über unsere geplanten Routen unterhielten, stellte sich heraus, dass wir genau die gleiche hatten. Sie wollten auch von hier durch den Dschungel und dann nach Laos und hoch nach Tibet. So entschlossen wir uns, von hier aus uns gemeinsam auf den Weg nach Norden zu begeben. Worüber ich mich, nach so langer Zeit alleine, sehr freute.

Am nächsten Morgen schnappten wir unsere Räder und fuhren zu den berühmten Tempeln von Angkor Wat. Das Ticket war mit 40 Dollar für drei Tage extrem teuer, aber wir mussten uns diese schon anschauen. An diesem Tag besichtigten wir Angkor Wat, Bayon mit seinen vielen Gesichtern und den überwucherten Prasat Ta Prum. Es muss eine unglaubliche Arbeit gewesen sein, diese irren Tempel zu errichten, alle Säulen und Wände waren verziert. Wir ließen den schönen Tag am Srah Srang See ausklingen und hatten noch einigen Spaß mit den Kindern dort. Ein kleiner Junge schenkte mir sogar ein kleines Armband und ich nahm ihn ein Stück auf meinem Fahrrad mit. Es war bereits dunkel, als wir uns auf den Rückweg nach Siem Reap machten. Den zweiten Tag fuhren wir erst um 14 Uhr los und besichtigten Baphuon, Phimeanakas und Prasat Ta Som. Dabei fuhren wir auch gleich die Grand Tour ab, die sehr schön war und sahen noch beim vorbeifahren Prasat Pre Roup und genossen den Sonnenuntergang an der Ostseite des Srah Srang Sees.

An unserem dritten und letzten Tag unseres Tickets, rafften wir uns endlich auf und standen bereits 4:30 Uhr auf. Wir hatten bereits ein paar Taschen für unser Fühstück vorbereitet und fuhren damit um 5 Uhr los, um den Sonnenaufgang bei Angkor Wat zu genießen. Nachdem wir ein nettes ruhiges Plätzchen mit schönen Blick gefunden hatten, schmiss ich meinen Kocher an und kochte Wasser für unseren Tee. Dazu aßen wir Sadinen in Tomatensoße und Brot. Nach diesem fantastischen Morgen fuhr Pat zurück, denn er wollte einen Zahnarzt aufsuchen und Tony und ich fuhren den langen Weg nach Norden. Dort besichtigten wir Prasat Banteay Srei und Kobal Spien. Bis Prasat Banteay Srei war die Strasse geteert und der Tempel war zwar klein, aber die Verzierungen waren sehr schön. Weiter nach Kobal Spien ging es auf einer staubigen Sandpiste und viel länger als gedacht. Hier hatte meine Karte einen Fehler, denn der Ort lag weiter im Norden, in den Bergen, als auf der Karte eingezeichnet. Wir fragten immer wieder nach ob wir noch auf dem richtigen Weg seien und kamen dann auch endlich durstig an. Hier wanderten wir einen kleinen Pfad den Berg hinauf, durch den schönen Dschungel um nach 1,4 km an einem kleinen Bach anzukommen, in dem einige Felsen im Bachbett mit schönen Bildern behauen waren. Im Anschluss machten wir noch ein kleines Picknick und fuhren dann wieder zurück.

Pat hatte gute Nachricht, als wir wieder in Siem Reap waren, mit seinem Zahn war soweit alles ok. So legten wir noch einen Ruhetag ein, bei dem wir alles vorbereiteten, unsere Fahrräder putzten und ölten, um dann bereit zu sein für die etwas schwierige fahrt durch den Dschungel.

Tageskilometer: 165,04 km
Fahrzeit: 9:26:25
Höhenmeter: 199 m

Gesamt Kilometer: 13615 km
Gesamt Höhenmeter: 82908 m

heutige Ausgaben: 4.000 Riel - TukTuk
18.400 Riel - Essen
8.000 Riel - Essen
20.800 Riel - 2 Wasser, Saft, 2 Bier, Eis
6.800 Riel - Essen
6.000 Riel - Wäsche
160.000 Riel - 3 Tagesticket für Tempel
38.800 Riel - Müsli, 3 Wasser, Saft, Milch
16.400 Riel - Essen
7.000 Riel - Bier, Cola, Ananas
7.000 Riel - Saft
12.000 Riel - T-Shirt
8.000 Riel - Postkarten
25.500 Riel - 4 Bier, 5 Limo, 3 Wasser
22.500 Riel - Essen
12.800 Riel - Essen
6.400 Riel - Essen
30.000 Riel - Essen
60.000 Riel - Guesthouse
22.800 Riel - Essen
20.400 Riel - 2 Bier, Saft, 3 Wasser, Tee
Gesamt Ausgaben: 1.807.500 Riel

2008-04-22: Boeng Mealea (294. Day)

2008-04-22: Boeng Mealea (294. Day) Das mit unserem geplanten früh Aufstehen klappte nicht so richtig, denn Pat und Tony hatten sich erst gegen drei Uhr frühs hingelegt. Als wir denn endlich loskamen, fuhren wir erst Richtung Angkor Wat, da dort in der Nähe unsere Strasse nach Osten begann. Um in das Gebiet ohne Ticket hinein zu kommen, nahmen wir eine Seitenstrasse und sagten der Kontrollörin: Wir wollen Tickets kaufen. Daraufhin beschrieb sie uns den Weg, wie wir zum Ticketverkauf kommen und lies uns durch.

Als wir dann die Piste fanden, hatten wir ganz schön zu kämpfen. Sie war zwar zum Fahrradfahren wunderschön, aber oft bestand diese aus tiefen Sand, in dem wir immer wieder stecken blieben. Tony und ich waren von der Strecke begeistert, jedoch Pat machte dieser Kampf wenig Spaß. Mittags fanden wir einen kleinen Essensstand, bei dem wir ein paar Nudeln und eine leckere süße Nachspeise bekamen. Später stießen wir auf einen alten verfallenen Tempel, den wir kostenlos besichtigen konnten und uns dort etwas ausruhten. Erst am Abend kamen wir in Boeng Mealea an. Eine Unterkunft suchten wir hier vergebens. Wir fragte, ob wir bei jemanden im Garten Zelten dürften, aber sie wollten heftige 10 $ dafür... die Spinnen! So fuhren wir aus dem Ort hinaus und schlugen unsere Zelte etwas abseits der Strasse auf und genossen den klaren Sternenhimmel bei einem kleinen Feuer.

Tageskilometer: 53,79 km
Fahrzeit: 4:15:36
Höhenmeter: 119 m

Gesamt Kilometer: 13669 km
Gesamt Höhenmeter: 83027 m

heutige Ausgaben: 8.000 Riel - Essen
6.400 Riel - Getränke
2.000 Riel - Saft
Gesamt Ausgaben: 1.823.900 Riel

2008-04-23 - 2008-04-24: Koh Ker (295. -296. Day)

2008-04-23 - 2008-04-24: Koh Ker (295. -296. Day) Mit den ersten Sonnenstrahlen wachten wir auf, packten langsam unsere Sachen und Frühstückten. Dann ging es weiter, auf der neuen, geteerten Strasse nach Koh Ker. Nach wenigen Kilometern kamen wir in dem Ort Svay Leu an, bei dem wir nochmal reichlich Wasser tankten und Früchte einkauften. Denn bis Koh Ker gab es von hier aus nicht mehr viel. Die Strasse war allerdings nicht komplett asphaltiert, es gab immer wieder Abschnitte, die aus harter, roter Sandpiste bestanden. So kamen wir aber trotzdem schneller voran als am Vortag. Landschaftlich war es wieder sehr schön, es ging durch den Dschungel, an wunderschönen, großen, bewucherten Bäumen vorbei. Hin und wieder sahen wir ein paar Dörfer, die nur aus zwei bis fünf Holzhütten auf Stelzen bestanden. Es herrschte eine traumhafte Ruhe (abgesehen von dem Lärm des Dschungels, den ich nicht wirklich als Lärm empfand), die nur selten von einem Jeep oder Motorrad gestört wurde. Es flogen haufenweise Schmetterlinge um uns herum. Einmal flog einer über einige Kilometer mit uns mit, mal links von uns, mal vor uns oder auch in der Mitte. Es war eigentlich alles perfekt und wir alle genossen es hier, doch leider hatte Tony etwas gesundheitliche Probleme. Er hatte ein paar Wunden, die immer dicker wurden und er rechnete mit einer Blutinfektion. Mittags, nach knappen 40 km fanden wir ein Restaurant, bei dem wir etwas aßen und uns auch eine Weile hinlegen konnten. Das letzte Stück bis Koh Ker war nicht mehr weit und wir kamen am Nachmittag an. Wir fanden ein Guesthouse und entschieden uns hier zu bleiben. Tony machte uns nun richtig Sorgen, er hatte hohes Fieber und war total schlapp. Am Abend trafen drei Franzosen mit ihren Motorrädern ein. Sie arbeiteten in Phnom Penh als französisch Lehrer. Sie schienen Tonys Problem zu kennen und meinten er bräuchte dringend eine Antibiotika-Behandlung. Zu unserem riesen Glück hatte einer von ihnen sogar genau diese dabei. Ich ging später mit den dreien noch zusammen essen, einer von ihnen sprach richtig gut Khmer, was sehr hilfreich war.

Ich blieb den nächsten Tag auch noch hier, doch leider trennten sich nun bereits schon unsere Wege. Tony und Pat blieben noch länger, da Tony sich erst auskurieren musste. Ich hätte auch gerne auf Tonys Genesung gewartet, doch mein Visum lies mir nur noch ein paar Tage übrig. Wir planten, uns in Laos wieder zu treffen.

Später am Nachmittag besichtigte ich Preah Koh Ker. Netterweise lies mich der Ticketverkäfer für 4 $, anstatt 10 $ ein und ich hatte dieses große Gelände komplett für mich alleine. Die Tempelanlage muss ein reines Minenfeld gewesen sein, man sah überall Schilder, wo diese geräumt wurden und viele Warnschilder, wo noch Minen seien. Ich genoss die Stille und Ruhe hier. An der Pyramide traf ich dann doch auf zwei andere, aus Belgien, die hier mit ihrem Guide Zelteten. Sie waren mit dem Jeep zu vielen entlegenen und interessanten Orten in Kambodscha gefahren. Nach einem netten Gespräch bei Tee, musste cih wieder zurück, denn es wurde bereits dunkel. Zurück im Guesthouse gingen wir gemeinsam essen, Tony ging es bereits viel besser und wir verabschiedeten uns schon, denn ich wollte früh am Morgen los ziehen.

Tageskilometer: 50,77 km (+ 24,19 km Tempel)
Fahrzeit: 4:36:19
Höhenmeter: 392 m

Gesamt Kilometer: 13744 km
Gesamt Höhenmeter: 83419 m

heutige Ausgaben: 6.000 Riel - 20 L Wasser, Saft
9.500 Riel - Essen
2.000 Riel - Getränk
10.000 Riel - Essen
24.000 Riel - Guesthouse
14.000 Riel - Essen
16.000 Riel - Ticket
Gesamt Ausgaben: 1.905.400 Riel