Cycling tour through Asia 2007/2008 - Laos
2008-04-30 - 2008-05-01: Don Det (302. - 303. Day)
Es hatte wieder die ganze Nacht über geregnet und es hörte am Morgen auch nicht auf. Ich Früstückte noch, trank gemütlich einen Tee und machte mich dann auf in Richtung Grenze. Der Regen störte nicht sehr, bei 24 °C brauchte ich keine Regenkleidung. Ich fuhr in kurzer Hose und T-Shirt. Ich war nur sehr froh über die geteerte Strasse, auf eine Schlammschlacht hatte ich keine Lust. Die Frösche, die es hier wohl in irren Massen geben musste, genossen den Regen und machten eine unglaublichen Lärm.
Das verlassen von Kamboscha ging sehr schnell und der Beamte war sogar so nett, das Formular für mich auszufüllen, da ich so nass war. Auf Laos Seite wäre es auch schnell gegangen, hätte ich den 1 $ für den Stempel gezahlt. Aber ich sah absolut nicht ein, für den blöden Stempel zu zahlen, das Visum war schon teuer genug. Sie meinten, wenn ich nicht zahle, gäbe es auch keinen Stempel und ich meinte, wenn es keinen Beleg gäbe, zahle ich nicht. Ich denke bei den meisten Touristen haben die leichtes Spiel, doch bei mir waren sie an den falschen geraten, ich htte sehr viel Geduld und Zeit. Ich setzte mich also auf die kleine Holzbank und konnte ohnehin eine Pause gebrauchen, dazu war ich hier noch vor dem Regen geschützt. Nach einer dreiviertel Stunde hatte ich bereits gewonnen und sie gaben mir den Stempel.
Etwa 13 km nach der Grenze kam die Abzweigung zu den Khon Phapheng Fällen, die ich mir anschaute. Dann fuhr ich weiter nach Nakasang und nahm dort ein Boot nach Don Det. Hier genoss ich die Stille und Gemütlichkeit und ruhte mich einen Tag aus. Ich lag in der Hängematte, oder erkundete die Insel mit dem Fahrrad. Am Abend schaute ich kurz ins Internet, aber immer noch keine Meldung von Pat und Tony.
Tageskilometer: 92,37 km
Fahrzeit: 6:17:10
Höhenmeter: 242 m
Gesamt Kilometer: 14030 km
Gesamt Höhenmeter: 84351 m
heutige Ausgaben: 10.000 Kip - Ticket für Wasserfall
30.000 Kip - Bot nach Don Det
44.000 Kip - Essen
18.000 Kip - Essen
32.000 Kip - Essen
16.000 Kip - Essen
15.000 Kip - Essen
26.000 Kip - Essen
30.000 Kip - Guesthouse
Gesamt Ausgaben: 221.000 Kip
2008-05-02: Pathoumphon (304. Day)
Ich hatte mir fest vorgenommen wieder weiter zu fahren, aber ich war einfach zu müde. Ich nahm als erstes eine kalte, erfrischende Dusche und ging danach zur sogenannten "Bakery" um zu Frühstücken. Jedoch genoss ich dies so sehr, ich trank erst einen Kaffee, dann einen Milchtee, aß dazu zwei super leckere Bananenkuchen und unterhielt mich nett. Am Ende gab ich mir dann doch noch einen Ruck und charterte ein Bot, das mich und mein Rad ans Festland brachte. Somit war ich allerdings erst gegen 12 Uhr auf der Strasse. Auf der Hauptstrasse nach Vientiane war es sehr angenehm zu fahren, sie war gut geteert und es gab kaum Verkehr, so dass ich oft die ganze breite nutzen konnte. Inzwischen waren die ersten hohen Berge im Hintergrund zu sehen und es gab rechts und links der Strasse den schön zugewachsenen Dschungel. Am Nachmittag zogen ein paar Regen- und Gewitterwolken auf. Bevor es losging nahm ich unterschlupf in einer verlassenen Holzhütte und konnte nach 20 Minuten trocken weiter fahren. Als die Sonne bereits sehr tief hang, kam mir Song auf seinem Motorrad entgegen und sprach mich an. Er hatte 21 Jahre in Deutschland, in der Nähe von Karlsruhe gelebt und sprach mit schäbischen Dialekt. Wir setzten uns in ein Cafe und tranken ein Kaffee und Bier zusammen. Nach einem langen Gespräch lud er mich zu sich ein, ich konnte in seinem Garten mein Zelt aufbauen. Auf dem Weg in sein Dorf war es bereits dunkel und der ganze Dschungel schien zu blitzen und blinken, es waren irre viele Glühwürmchen überall.
Tageskilometer: 106,73 km
Fahrzeit: 6:36:14
Höhenmeter: 163 m
Gesamt Kilometer: 14137 km
Gesamt Höhenmeter: 84514 m
heutige Ausgaben: 55.000 Kip - Gebäck
3.000 Kip - Wasser
25.000 Kip - Boot nach Nakasang
17.000 Kip - Getränke
Gesamt Ausgaben: 321.000 Kip
2008-05-03 - 2008-05-08: Pakse (305. - 310. Day)
Morgens führte mich Song noch an das schöne Ufer des Mekong, hier gab es einen riesigen Sandstrand. Dann fuhren wir zum Frühstücken, aber wir versakten dort bei ein paar Bier und aßen dann noch zu Mittag, bevor ich mich aufraffte und weiter fuhr. Bis Pakse waren es gerade mal 50 km, doch ich spürte das Bier und dazu noch die Hitze, ich kam nur sehr langsam voran. Als ich endlich in Pakse ankam und ein schönes Restaurant mit einem großen Schild "Pizza" sah, entschied ich mich zuerst gut zu speisen, bevor ich mich auf die Suche nach einer Unterkunft machte. Dies war auch sehr gut, denn so traf ich auf Gilles, der auf Welttour mit einem tollen BMW-Motorrad war. Wir hatten uns natürlich sehr viel zu erzählen und ich kam im selben Guesthouse unter wie er. Dann brauchte ich aber dringend eine Dusche. Da mein Fahrrad auch eine nötig hatte und das Bad hier riesig war, nahm ich gleich eine Dusche zusammen mit meinem Bike. Den nächsten Tag verbrachte ich lange mit Gilles, er hatte fantastische Geschichten und Bilder. Dazu hatte er Gelegenheit Länder und Orte zu sehen, die nicht viele hatten, wie zum Beispiel Buthan. In 2007 hatte er auch eine kleine Gruppe zusammen gestellt und bekam mit viel Aufwand eine Genehmigung mit dem Motorrad durch Tibet zu fahren. Witzig war, dass wir beim betrachten der Bilder und Karten feststellten, dass wir uns in West Sichuan nur ganz knapp verpasst hatten, wir aber bei die zwei Schweizer Radfahrer, Robie & Moni, getroffen hatten.
Ich schaute immer wieder ins Internet und hoffte auf eine Nachricht von Pat & Tony. Inzwischen war meine Sorge um die beiden sehr groß und ich beriet mich mit Gilles über Möglichkeiten was nun zu unternehmen sei. Glücklicherweise erhielt ich dann endlich am nächsten Tag die Email von Pat, dass die beiden in Stung Treng angekommen waren. Sie hatten doch tatsächlich sich für den gleiche, schwierige Strecke wie ich entschieden und hatten bös zu kämpfen. Regen hatte den sandigen Pfad in eine Schlammgrube verwandelt, dazu plagte Pat noch Fieber und Müdigkeit. Sie kamen meist nicht weiter als 30 km am Tag. Für Pat war all dies zu viel und er verkaufte in Stung Treng sein Fahrrad. Tony hatte fest vor weiter zu radeln, aber auch ihn erwischte nun das Fieber und er brauchte einige Tage ruhe. An diesem Tag feierten Gilles und ich mit einem großen Pizza-Essen und einem Bier, er war glücklich, dass er seine Arbeit erledigt hatte und nun bereit war weiter zu ziehen und ich war so erleichtert, dass es den beiden relativ gut ging.
So verabschiedete ich mich am nächsten Morgen von Gilles, mit dem ich eine tolle Zeit in Pakse verbracht hatte (achja... er nahm mich auch ein Stück auf seinem Motorrad mit... klasse Gerät!) und dann am Nachmittag trafen Pat & Tony mit dem Bus ein. Wir gönnten uns ein großes Wiedersehensessen. Tony ruhte sich noch zwei Tage aus und wir nutzten die Zeit um unsere weitere Route zu planen. Pat blieb auch noch die zwei Tage hier, bevor er dann in den Bus nach Vientiane stieg. Es war sehr schade nun schon wieder von ihm Abschied zu nehmen, aber wir hatten unsere gemeinsame Zeit noch mit guten indischen Essen genossen.
Tageskilometer: 50 km
Höhenmeter: 351 m
Gesamt Kilometer: 14215 km
Gesamt Höhenmeter: 84865 m
heutige Ausgaben: 63.000 Kip - 2 Essen
6.000 Kip - 2 Pepsi
2.000 Kip - Zuckerrohrsaft
45.000 Kip - Essen
10.000 Kip - Essen
43.000 Kip - Essen
6.000 Kip - Essen
62.000 Kip - Milch, Nudeln, Suppe, Ananas
25.000 Kip - Essen
25.000 Kip - Internet
21.000 Kip - Essen
14.000 Kip - 2 Belegte Baguette, Fruit Shake
50.000 Kip - Pizza, Getränke
12.000 Kip - Essen
28.000 Kip - Internet
7.000 Kip - 1 kg Lichies
4.000 Kip - Internet
14.000 Kip - Pepse, Eis
12.000 Kip - Essen
55.000 Kip - FlipFlops
15.000 Kip - Internet
66.000 Kip - Essen
10.000 Kip - Internet
36.500 Kip - Essen
12.000 Kip - Essen
15.000 Kip - Internet
20.000 Kip - Essen
12.000 Kip - Internet
34.500 Kip - Essen
300.000 Kip - Guesthouse
7.000 Kip - Internet
Gesamt Ausgaben: 1.110.000 Kip
2008-05-09 - 2008-05-10: Paksong (311. - 312. Day)
Es war dick bewölkt und somit sehr angenehm, nicht zu heiß. Wir hatten vor eine kleine Rundtour nach Osten, auf das Boloven Plateou, zu unternehmen. So konnten wir einiges unseres Gebäcks in Pakse lassen und etwas leichter radeln. Wir liesen es sehr ruhig angehen, frühstückten erst noch ein gutes Omlet und machten uns dann um etwa 8 Uhr auf den Weg nach Paksong. Pakse lag auf etwa 100 m und Paksong auf etwa 1200, damit waren die 50 km nicht ganz so einfach. Wir machten unterwegs drei größere Stops. Den ersten bei einer Teeplantage, wo wir kostenlos Tee probieren konnten und gleich welchen kauften. Dann nach 38 km kamen wir am ersten Wasserfall, Tad Fane, an. Hier wollten die natürlich wieder ein Ticket verkaufen, ich fragte etwas scheinheilig und mit einem armen Hundeblick: Für Fahrradfahrer sei es doch kostenlos? Und unglaublich, aber der Wärter winkte uns daraufhin tatsächlich durch. Der Wasserfall war irre, man konnte ihn von hier nur aus der ferne, von der anderen Seite der Schlucht betrachten, aber er stürzte so tief, dass man den Boden der Schlucht nicht sehen konnte. Wir ruhten uns hier eine Weile aus, Tony machte mir Sorgen, er war müde, der Aufstieg hatte an seinen Kräften gezeert. Er hatte mir am Vortag gesagt, dass er wieder fit sei, aber dies war eindeutig nicht der Fall. Etwa 4 km weiter erreichten wir gleich den nächsten großen Wasserfall, Tad Yunang. Hier konnte man auch oberhalb des Falles schwimmen, was wir aber nicht taten. Wir stiegen hinunter zum Fall und liesen uns von seiner unglaublichen Kraft begeistern. Er erzeugte einen starken Wind, der so viel Wasserstaub mit sich riss, dass es hier ständig zu regnen schien und wir bald schön nass waren. Tony und ich waren einfach nur begeistert und nach einem kleinen Essen fuhren wir die letzten 10 km weiter nach Paksong.
Wir blieben einen Tag länger hier, Tony hatte wieder Fieber, welches aber schnell wieder weg war. Die Luft war hier oben so frisch, besonders nach dem es den ganzen Vormittag geregnet hatte. Mittags wollte ich mich ein Stündchen hinlegen und schlief tief und fest für ganze vier Stunden.
Tageskilometer: 57,27 km
Fahrzeit: 5:13:38
Höhenmeter: 1216 m
Gesamt Kilometer: 14272 km
Gesamt Höhenmeter: 86071 m
heutige Ausgaben: 12.000 Kip - Essen
3.000 Kip - Bananen
22.000 Kip - Essen, 3 Wasser
5.000 Kip - Essen
38.000 Kip - Tee, Pfeffer
24.000 Kip - Essen
24.000 Kip - Essen
8.000 Kip - Essen
35.000 Kip - Essen
50.000 Kip - Guesthouse
Gesamt Ausgaben: 1.640.000 Kip
2008-05-11 - 2008-05-13: Tad Lo (313. - 315. Day)
Wir hatten ausgemacht, ohne Wecker gemütlich auszuschlafen, aber ich stand automatisch sehr früh auf, wärend Tony noch eine ganze Weile schlief. So nahm ich zuerst eine kalte Dusche, trank einen Tee und packte bereits meine Sachen. Als Tony dann auch wach war frühstückten wir und machten uns dann auf den Weg. Es ging noch etwas weiter leicht bergauf, aber dann genossen wir die tolle Abfahrt bei fantastischem Wetter. Wir konnten nicht aufhören über beide Backen su strahlen und ich freute mich, dass es Tony wieder sehr gut ging. Kurz nach Thateng hörte die geteerte Strasse auf. Dies machte uns natürlich nichts aus, im Gegenteil, sie machte uns mehr Spaß, nur meine gebrochene Felge machte mir viel Sorgen. In Beng trafen wir dann wieder auf eine geteerte Strasse und aßen ein paar Nudeln bei einem kleinen Restaurant. Hätten wir gewusst, wie nahe wir an Tad Lo waren, hätten wir noch etwas gewartet. In Tad Lo fanden wir Pap's Restaurant, welches mir von Charles & Natalia empfolen wurde und Pap, die Inhaberin war wirklich sehr nett. Hier gab es leckere, große Mahlzeiten zum kleinen Preis... genau wie ich es liebe. Wir entschieden uns auch bei ihren Bungalows zu übernachten. Den nächsten Tag verbrachten wir vom Morgen bis zum Nachmittag im Restaurant und liesen es uns gut gehen. Dann raffte ich mich doch noch auf und spazierte den Fluss entlang um die zwei Wasserfälle anzuschauen. Der zweite, etwas weiter Flussaufwärts gefiel mir sehr gut und ich fand einen kleinen Pfad, der mich direkt zum Fall führte. So sprang ich von Stein zu Stein, bis ich direkt in der Mitte des Falles in über dem etwa 10 m tiefen Abgrund stand. Hier blieb ich und genoss das Rauschen, bis die Sonne langsam unterging. Auf dem Rückweg merkte ich, dass sich leider eine kleine Wunde am Fuss entzündet hatte, anschwoll und bös zu schmerzen begann. Am Abend beschlossen wir noch einen Tag länger in diesem so ruhigen verschlafenen Nest zu bleiben. Zum einen wollte ich meinem Fuss etwas Ruhe gönnen und Tony sollte sich wirklich noch die Wasserfälle anschauen. Am nächsten Tag ging es meinem Fuß leider nicht besser, im Gegenteil, er war noch mehr angeschwollen und jeder Schritt schmerzte. Am Nachmittag ging ich trotzdem mit Tony zu den zwei Wasserfällen. Abends gab mir Isabell eine Teersalbe und ich legte ein Verband an. Dann hatten wir ein tolles Abendessen mit vielen netten Leuten, die wir hier getroffen hatten.
Tageskilometer: 67,76 km
Fahrzeit: 3:30:47
Höhenmeter: 137 m
Gesamt Kilometer: 14340 km
Gesamt Höhenmeter: 86208 m
heutige Ausgaben: 20.000 Kip - Essen
20.000 Kip - Essen
11.000 Kip - Essen
18.000 Kip - Essen
12.000 Kip - Essen
22.000 Kip - Essen
16.000 Kip - Essen
22.000 Kip - Essen
12.000 Kip - Essen
22.000 Kip - Essen
60.000 Kip - Guesthouse
9.000 Kip - Essen
Gesamt Ausgaben: 1.884.000 Kip
2008-05-14 - 2008-05-19: Pakse (316. - 321. Day)
Als erstes schaute ich mir meinen Fuss an, nachdem ich aufwachte. Er sah immer noch kein bischen besser aus. Um so wichtiger war es, dass wir uns heute wieder auf den Rückweg nach Pakse machten und dort einen Doktor aufsuchten. So aßen wir an dem Morgen zum letzten mal in Pap's Restaurant und verabschiedeten uns von allen. Mit dem geschwollenen Fuss Fahrrad zu fahren war nicht so schlimm, aber ich war absolut nicht fit und merkte bald, dass ich auch noch Fieber bekam. So hinkte ich Tony ständig hinter her, der immer wieder auf mich warten musste. Was wir allerdings an dem Tag machten war mehr als verrückt. Ich hatte vor ein Dorf zu finden, welches ein paar Häuser hoch in die Bäume gebaut hatte. Als wir am Mittag an einer Abzweigung kamen, mit dem Schild "To Champee Waterfall", dachte ich, dies könnte es sein, er hatte mir etwas von Champi erzählt. So fuhren wir die 10 km auf der sehr schlechten Strasse zu diesem Wasserfall. Hier wurden wir aber enttäuscht, kein besonderes Dorf und der Wasserfall war auch nicht gerade besonders. Die 2.000 Kip Eintritt zahlten wir deshalb nicht und wollten nach einer kleinen Rast gleich weiter. Jetzt hatte ich das Problem, dass ich immer nur sehr ungern den selben Weg zurück fahre, so fragten wir die Leute dort, ob wir auch diesen Weg weiter fahren könnten, um nach Pakse zu gelangen. Die Meinungen der Leute war wie immer sehr verschieden, aber da ein paar meinten das es gehe und nach meiner Karte war ich auch der Meinung, entschieden wir uns weiter nach Westen zu fahren. Die Strecke war sehr anspruchsvoll und wir mussten auch durch einen Fluss waten, aber sie machte uns sehr viel Spaß. Auf der anderen Seite des Flusses kamen wir in ein Dorf (Plalai, wie wir später feststellten) und ab hier war es schwierig den richtigen Weg zu finden. Die meisten die wir fragten zeigten einfach in eine Richtung, auch wenn dort überhaupt kein Weg war. Wie dem auch sei, wir nahmen irgendwo eine falsche Abzweigung und unser Pfad wurde immer schmaler, führte über Felder und dann landeten wir im Dschungel, wo der Pfad endete. Aber wie bereits zuvor erwähnt, den gleichen Weg zurück ist meine letzte Option. Also was machten wir zwei Verrückten, wir fuhren Off-Road direkt durch den Wald, über Äste und durch Gestrüb schlängelten wir uns an den Bäumen vorbei. Es war alles andere als einfach und man musste sehr vorraus schauend fahren um nicht an irgend einem undurchdringbaren Gestrüb zu enden. Wir machten uns keine Sorgen, dass wir uns verirren könnten, im Westen wie im Süden verliefen die großen Hauptstrassen, aber mit einem hatten wir nicht gerechnet und dies war unser großer Fehler, im Westen der große Sedone Fluss und im Süden ein zweiter, der in den Sedone mündete. Als wir nach stundenlangem Kampf von diesen beiden Flüssen gestoppt wurden, schauten wir ganz schön blöd aus der Wäsche. Frustriert gab ich nun endlich auf und wir durften den ganzen, langen und schwierigen Weg zurück.
Es wurde bereits dunkel, als wir wieder auf der geteerten Strasse ankamen und mein Fieber quälte mich. Ich wusste, dass es von hier bis Pakse noch über 30 km waren und 10 davon ging es noch gut bergauf, aber als Tony mich fragte, ob wir es zu ende bringen, nickte ich entschlossen und sagte, bringen wir es zu ende. Um 20 Uhr erreichten wir die Kreutzung nach Pakse und Tony fragte mich erschöpft wie weit es nun noch sei? Ich meinte, es seien noch 21 km. Entsetzt starrte er mich an und sagte "Oh ja klar... es ist 8 Uhr abends und ich fahre mal schnell 21 km mit dem Fahrrad!". Ich versuchte ihn zu trösten und meinte das es nun wenigstens nur noch bergab ginge. Doch Tony hatte mit einer Sache sehr Recht, es war nicht die Zeit für eine schnelle fahrt den Berg hinunter und wir mussten höllisch aufpassen. Wir hatten zwar unsere kleinen Lampen, konnten damit aber nicht all zu weit sehen und hin und wieder liefen Leute mitten in der Strasse (natürlich ohne jegliche Beleuchtung) und Hunde waren oft genauso lebensmüde. Dreimal musste ich eine Vollbremsung hinlegen und erst das quitschen der Reifen lies Leute und Hunde von der Strasse springen. Als ob dies alles noch nicht genug war, fing es noch ein paar km vor Pakse an zu regnen. Dann waren wir endlich in Pakse, überglücklich und stolz gaben wir uns die Hand und dann gönnten wir uns erst einmal ein großes Essen, denn wir hatten seit dem Morgen nichts mehr gegessen. Netterweise kochten sie für uns zwei total ausgelaugte noch was, denn sie waren bereits am schließen.
Den nächsten Tag plagte mich hohes Fieber und ich bewegte mich nicht aus dem Bett, aber was erstaunlich war, war dass mein Fuss komplett abgeschwollen war. Ich wollte am Freitag einen Arzt aufsuchen, doch mir ging es plötzlich erstaunlich gut, kein Fieber, keine Gliederschmerzen, so dass wir sogar unser Abreisetermin festsetzten. Doch dann ging es gleich in der Nacht wieder los, Fieber, Kopfschmerzen und jede Bewegegung tat weh. Am Sonntag ging es dann wieder etwas besser, jedoch fehlte mir noch jegliche Power und nun nahm ich mir fest vor am Montag endlich einen Arzt zu besuchen. Dies tat ich dann auch und ich war überrascht, wie gut und professionell diesere war. Sie untersuchte mein Blut, dies war aber ok, es kam alles negativ heraus. Meine Wunde am Fuss säberte sie und meinte sie sei soweit gut, ich solle sie nur jeden Tag säbern. Ansonsten checkte sie mich noch komplett durch, gab mir ein paar Medikamente für die nächsten Tage und meinte, dass ich wohl das Dengue Fieber hatte. Wie dem auch sei, ich war bereit für die weiterreise und Tony und ich konnten es auch wirklich nicht länger hier in Pakse aushalten.
Tageskilometer: 123,54 km
Fahrzeit: 8:21:08
Höhenmeter: 919 m
Gesamt Kilometer: 14464 km
Gesamt Höhenmeter: 87127 m
heutige Ausgaben: 4.000 Kip - Pepsi
10.000 Kip - Bananen, Pepsi
40.000 Kip - Essen
18.000 Kip - Essen
5.000 Kip - Wasser
9.000 Kip - Internet
35.000 Kip - Essen
15.000 Kip - Essen
32.000 Kip - Internet, Kaffee
20.000 Kip - Essen
35.000 Kip - Massage
9.000 Kip - Tee, Internet
50.000 Kip - Pizza
16.000 Kip - 4 Wasser
2.000 Kip - Internet
25.000 Kip - Essen
10.000 Kip - Internet
4.000 Kip - Baguette
60.000 Kip - Essen
25.000 Kip - Wäsche
20.000 Kip - Internet
12.000 Kip - Essen
25.000 Kip - Internet
46.000 Kip - Essen
302.000 Kip - Arzt
28.000 Kip - 4 Wasser, 2 Baguette
150.000 Kip - Guesthouse
Gesamt Ausgaben: 2.891.000 Kip
2008-05-20: Lakhonpheng (322. Day)
Wir freuten uns zwar sehr auf unsere Weiterreise, aber es dauerte sehr lange, bis wir endlich loskamen. Ich merkte schnell, dass ich noch nicht ganz fit war und fuhr Tony hinterher. Die Stimmung war leider auch nicht ganz so gut, denn wir waren am Morgen noch schnell im Internet und wir hatten die erwartete Email einer Agentur erhalten, die besagte, dass es für Tonys China-Visum nicht gut aussehe. Jetzt kurz vor den Olympischen Spielen wurden alle Visaregulationen verschärft.
Die Regenzeit schien begonnen zu haben, denn es regenete jeden Tag. Wir hatten Glück, uns erwischte heute kein großer Regenschauer, wir streiften nur zweimal leicht am Regengebiet vorbei. Als es Abend wurde hielten wir ausschau nach einem Guesthouse, aber wir fanden keines. In Lakhonpheng hielten wir hungrig und müde bei einem Restaurant und fragten dort nach einer Unterkunft. Sie meinte es gäbe hier keine, aber dass wir bei ihr und ihrer Familie übernachten könnten. Dankend nahmen wir an und aßen erst einmal eine große Portion Nudeln. Die Familie war irre nett und richtete uns ein eigenes Zimmer her.
Tageskilometer: 109,68 km
Fahrzeit: 6:05:35
Höhenmeter: 288 m
Gesamt Kilometer: 14573 km
Gesamt Höhenmeter: 87415 m
heutige Ausgaben: 15.000 Kip - Essen
3.000 Kip - Internet
4.000 Kip - Eis
8.000 Kip - Ananas
20.000 Kip - Essen
Gesamt Ausgaben: 2.941.000 Kip
2008-05-21: Nonphai (323. Day)
Wir aßen am Morgen in ihrem Restaurant und warteten bis es aufhörte zu regnen. Dann verabschiedeten wir uns, schossen noch schnell ein Foto und kopierten es für sie auf ihren Computer und fuhren weiter. Bei mir wollte es heute einfach nicht, mir fehlte jegliche Kraft und schwindelig war es mir dazu auch noch. Ob dies an den Medikamenten lag, die ich nahm, wusste ich nicht. Auf jedenfall war unser Vorhaben, heute bis Savannakhet zu fahren schnell dahin. Ich legte sehr oft eine Pause ein und als wir nach 60 km in Nonphai ein Guesthouse fanden, entschieden wir uns heute hier zu bleiben. Ich legte mich gleich schlafen und wachte erst zum Abendessen auf, zu welchem uns die Tochter des Guesthouseinhabers fuhr. Sie bestanden darauf, das wir gefahren wurden, das nächste Restaurant war etwa 3 km von hier in Paksong.
Tageskilometer: 59,51 km
Fahrzeit: 3:41:41
Höhenmeter: 210 m
Gesamt Kilometer: 14633 km
Gesamt Höhenmeter: 87625 m
heutige Ausgaben: 29.000 Kip - Essen
21.000 Kip - Essen
19.000 Kip - Wasser, Schokoriegel, Kekse
18.000 Kip - Essen
20.000 Kip - Guesthouse
Gesamt Ausgaben: 3.048.000 Kip
2008-05-22 - 2008-05-23: Savannakhet (324. - 325. Day)
Wir fuhren gleich nach Paksong und aßen dort zu Frühstück. Dann ging es gemütlich weiter, wir hatten es ja nicht mehr weit bis Savannakhet. Nach 30 km legten wir einen unplanmäßigen Stop ein, da Tony einen Plattfuss am Hinterrad hatte und dazu bekamen wir noch zur gleichen Zeit eine heftige Dusche von oben. Später trafen wir auf einen Radfahrer aus Deutschland, Andreas. Wir unterhielten uns eine ganze Weile, bevor wir uns wieder in entgegengesetzter Richtung aufmachten. Als wir in Savannakhet ankamen, hielten wir als erstes in einem Restaurant, um etwas zu essen. Wir sahen in der Karte ein tolles Bild von einem Eis mit Bananen und Schokoladensoße. Dies bestellten wir uns natürlich, aber was wir bekamen, war Eis ohne Bananen und anstatt Schokolade hatten sie Senf darüber gegossen. Entsetzt fragte ich ihn, was dies soll. Daraufhin ging er zurück und brachte Bananen die er schön in den Senf legte und meinte "Sorry, no chocolate!". Ok, no chocolate... aber wieso zum Teufel hat er dann Senf drauf gehauen??? Mit grauen aßen wir unser Eis und als ich gerade fertig war, kam er an, hielt die Flasche Schokoladensoße in der Hand und meinte er habe sie gefunden. Ich fluchte ihn an und ich wollte ihm an die Gurgel springen. Naja, ich machte ihm klar, dass ich nur die Hälfte zahlen würde und er akzeptierte dies auch. Im Anschluss fuhren wir sehr langsam durch die ganze Stadt und schauten uns alle Guesthäuser an, bevor wir uns für eines entschieden. Dabei entdeckten wir "Mamas Home Restaurant", wo wir am Abend hingingen in der Hoffnung große, günstige Mahlzeiten zu bekommen. Leider waren die Mahlzeiten nicht groß und günstig, aber es war sehr lecker, sehr gemütlich und wir konnten noch gemütlich einen Film auf ihren Sofas anschauen.
Gleich am nächsten Morgen durfte ich erst einmal meine gebrochene Speiche reperieren. Dann gönnten wir uns ein nettes Frühstück und nutzten ein Internet-Cafe, welche hier günstiger als in Pakse waren. Dort versuchte ich verzweifelt einem Mönch mit dem Erstellen eines neuen Email-accounts zu helfen, aber er verstand das Prinzip des Passwortes einfach nicht und die Tastertur konnte er auch nicht benutzen... warum will er dann eine Emailadresse??? Als ich genug hatte fuhr ich zum Mekong und setzte mich in das schöne Restaurant auf dem Fluss und genoss den schönen Tag. Danach liesen Tony und ich es uns noch richtig gut gehen, zuerst gönnten wir uns eine Massage und danach tranken wir einen guten Rotwein zu einer fantastischen Pizza, wobei ich mir zwei bestellte, da diese einfach zu lecker war. Die Inhaberin und Bedienungen sahen wie sehr wir bei dem Genuss dahinschmolzen und sie hatten ihre Freude daran. Nachdem wir unser Budget für den Tag mehr als gesprengt hatten, gingen wir wieder ins Internet-Cafe und trafen dort auf Bing und Nin von "Mamas Home Restaurant" und schossen zum Abschied noch ein paar Bilder.
Tageskilometer: 91,95 km
Fahrzeit: 5:51:33
Höhenmeter: 288 m
Gesamt Kilometer: 14725 km
Gesamt Höhenmeter: 87913 m
heutige Ausgaben: 40.000 Kip - Guesthouse
16.000 Kip - Essen
15.000 Kip - Getränke
34.000 Kip - Essen
42.000 Kip - Essen
39.000 Kip - Essen
6.500 Kip - Internet
40.000 Kip - Essen
88.000 Kip - Massage
13.000 Kip - Kekse
100.000 Kip - 2 Pizzas
3.000 Kip - Internet
Gesamt Ausgaben: 3.484.500 Kip
33. Panne: Gebrochene Speiche am Hinterrad
2008-05-24: Nasang (326. Day)
Aus früh starten wurde mal wieder nichts. Tony und ich mussten noch zur Bank und er musste sein Armband holen, welches er am Vorabend vergessen hatte. Danach aßen wir erst noch gemütlich und kauften noch ein paar Vorräte ein. Von Savannakhet wollten wir nicht zurück auf die Hauptstrasse, sondern am Fluss bleiben und eine kleine Strasse direkt am Mekong bis nach Thakhek nehmen. Wie diese Strasse sein würde, konnten wir nicht in Erfahrung bringen, alle anderen Radreisenden, die ich fragte, kannten diese nicht, da sie nicht in ihren Karten verzeichnet war und die Einheimischen meinten immer nur, dass die Hauptstrasse gut sei. Aus Savannakhet blieb es lange geteert und wir folgten der Nr. 11. Blöderweise verpasste ich die Abzweigung nach Thahouaxang, obwohl ich das Schild gesehen hatte und so machten wir einen kleinen Umweg und kamen über die Nr. 9A nach Kengkabao. Von hier kamen wir auf eine traumhafte, rote Sandstrasse. Jedoch fiel mir in dem Ort auf, dass ich meine Karte bei unserer letzten Rast, etwa 15 km entfernt, liegen gelassen hatte. Ich hatte diese damit aufgegeben, da ich nicht wegen der Karte zurück wollte und ich sagte zu Tony, dass wir eine neue in Vientiane kaufen könnten. Doch er bestand darauf, er nahm sein Gepäck vom Fahrrad und radelte zurück wärend ich wartete und ein Essen zubereitete. Bis er wieder zurück war, hatte ich Nudeln mit Fisch gekocht, nur leider etwas versalzen. Ich war so dankbar, dass Tony mir meine Karte wieder gebracht hatte, so war es viel einfacher den richtigen Weg zu finden. Als wir in Nasang ankamen, war es bereits 17 Uhr und ein gewaltiger Regenschauer brach über uns hinein, so dass wir in einem kleinen Restaurant unterschlupf fanden und wir durften auch bei denen übernachten.
Aus früh starten wurde mal wieder nichts. Tony und ich mussten noch zur Bank und er musste sein Armband holen, welches er am Vorabend vergessen hatte. Danach aßen wir erst noch gemütlich und kauften noch ein paar Vorräte ein. Von Savannakhet wollten wir nicht zurück auf die Hauptstrasse, sondern am Fluss bleiben und eine kleine Strasse direkt am Mekong bis nach Thakhek nehmen. Wie diese Strasse sein würde, konnten wir nicht in Erfahrung bringen, alle anderen Radreisenden, die ich fragte, kannten diese nicht, da sie nicht in ihren Karten verzeichnet war und die Einheimischen meinten immer nur, dass die Hauptstrasse gut sei. Aus Savannakhet blieb es lange geteert und wir folgten der Nr. 11. Blöderweise verpasste ich die Abzweigung nach Thahouaxang, obwohl ich das Schild gesehen hatte und so machten wir einen kleinen Umweg und kamen über die Nr. 9A nach Kengkabao. Von hier kamen wir auf eine traumhafte, rote Sandstrasse. Jedoch fiel mir in dem Ort auf, dass ich meine Karte bei unserer letzten Rast, etwa 15 km entfernt, liegen gelassen hatte. Ich hatte diese damit aufgegeben, da ich nicht wegen der Karte zurück wollte und ich sagte zu Tony, dass wir eine neue in Vientiane kaufen könnten. Doch er bestand darauf, er nahm sein Gepäck vom Fahrrad und radelte zurück wärend ich wartete und ein Essen zubereitete. Bis er wieder zurück war, hatte ich Nudeln mit Fisch gekocht, nur leider etwas versalzen. Ich war so dankbar, dass Tony mir meine Karte wieder gebracht hatte, so war es viel einfacher den richtigen Weg zu finden. Als wir in Nasang ankamen, war es bereits 17 Uhr und ein gewaltiger Regenschauer brach über uns hinein, so dass wir in einem kleinen Restaurant unterschlupf fanden und wir durften auch bei denen übernachten.