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Tibet Bike-tour 2005 (Lhasa - Kathmandu)

2005-08-10: Tag 1

Tag 1 Der lang ersehnte Tag ist endlich da. Meine Sachen sind gepackt und mein Fahrrad ist viel zu schwer beladen, ich kann es kaum heben. Eine alte Frau sieht wie ich mich abquäle mein Fahrrad aus dem Zimmer und aus dem Hotel zu schaffen und eilt mir gleich zur Hilfe.

Um 10:30 Uhr saß ich im Sattel, meine Radtour hat nun wirklich begonnen. So komisch hat es sich noch nie auf einem Fahrrad angefühlt. Tausend Gefühle die plötzlich auf mich einwirken, Freude, Nervosität, Spannung... aber ich merkte, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu Grinsen, als ich gemütlich aus Lhasa in Richtung Südwesten fuhr.

Mein Tagesziel erreichte ich bereits gegen 16 Uhr. Ich wollte am Fuße des ersten Passes, Khamba La (4794 m), mein erstes Lager aufschlagen, so dass ich am nächsten Tag den Pass ohne größere Schwierigkeiten schaffen sollte. Nach ca. 70 km fand ich eine sehr schöne Stelle um mein Lager aufzuschlagen. Es war eine schöne sandige stelle mit etwas Gestrüpp, etwa 10 km nach Chusul.

Die Sonne brennt auf dieser Höhe sehr stark. Dadurch hielt ich es um diese Uhrzeit einfach noch nicht im Zelt aus. Ich machte mir bereits schon Sorgen um mein Fahrrad, ob es nicht unter dem Gewicht zusammen brechen würde. Ich hatte einfach viel zu viel dabei. Aber meine ersten Erfahrungen, mit dem Fahrrad durch Tibet, waren toll: Aus vorbeifahrenden Autos kam die Hand raus mit dem Daumen nach oben, Kinder kamen auf die Strasse gerannt, winkten und ruften Hello, oder streckten die Hand zum abklatschen aus. Selbst Soldaten grüßten und winkten. Ich war total begeistert. Es hielt sogar ein Auto mit Chinesen. Sie strecken mir eine Videokamera entgegen und fragten mich wo ich hinfahre und wo ich herkomme. Am Ende des kleinen Interviews schenkten sie mir noch eine Flasche Wasser.

2005-08-11: Tag 2

Tag 2 Die erste Nacht im freien übernachtet war sehr gut. Trotz das ich immer wieder von den vielen Geräuschen aufwachte und mir Sorgen um mein Fahrrad machte, das vor dem Zelt stand. Erstaunt war ich als plötzlich, nach dem ich etwas gefrühstückt hatte, zwei junge Chinesen zu mir ans Zelt kamen. Hatte ich doch gedacht, dass mich hier an dieser abgelegenen Stelle keiner finden würde. Die beiden waren natürlich sehr neugierig und nach einer kleinen Unterhaltung schauten sie mir gespannt zu wie ich all mein Zeug auf mein Fahrrad packte.

Der Pass machte mir dann doch mehr Probleme als ich dachte. Mein Plan den Pass an diesem Tag zu überqueren ging leider schief. Meine schmerzenden Knie wurden immer schlimmer, war es ja die letzen Tage nur das linke, fing nun auch noch das rechte fürchterlich zu schmerzen. Aus diesem Grund musste ich sehr oft absteigen und schieben. So kam ich, trotz dass ich den ganzen Tag unterwegs war gerade mal 13 km und musste mein zweites Lager am Hang direkt neben der Straße auf harten Steinen aufbauen. Zudem kam noch, dass mir mein Wasser ausging, von den 8 Litern mit denen ich in Lhasa gestartet bin war nur noch ½ Liter übrig. An diesem Pass gab es auch kein Fluss oder Bach, aber zum Glück regnete es die ganze Nacht durch. Ich stellte meine Töpfe vors Zelt und sammelte so etwas Wasser für den nächsten Tag.

Handy empfang hatte ich nun seit dem ich Lhasa verlassen hatte keinen mehr. Aber da ich ja eh fast oben am Pass angekommen war, sollte es ja am nächsten Tag kein Problem werden Nangartse zu erreichen.

... rest coming soon ...