Andi on Tour

Travel the world.

In einem kleinen Restaurant bekam ich am Abend davor ein gutes Essen mit Schnapps umsonst. Es war ein sehr netter Abend und ich versprach am Morgen zum Frühstück wieder zu kommen. Gut gestärkt führte der Weg einem reißenden Fluss entlang und das ganze ohne Regen. Da ich sehr schnell unterwegs war legte ich alle 20 km eine gemütliche Rast ein und genoss das Rauschen des Flusses und die Sicht auf die Schneeberge.

In Danba kam ich bereits um 13 Uhr an und wahrscheinlich wäre es besser gewesen weiter zu fahren, aber es gefiel mir hier so gut und es gab hier ein nettes Backpackers Hostel. Hier verbrachte ich wieder den ganzen Abend in einem kleinen Restaurant mit zwei sehr netten Mädels, die mich gar nicht mehr gehen lassen wollten, aber leider muss ich schauen, dass ich weiter komme. Sie warnten mich vor dem weiten Weg, es sollte dort wohl viel schneien und dadurch sehr gefährlich sein.

Tageskilometer: 59,41 km
Fahrzeit: 3:00:59
Höhenmeter: 216 m

Gesamt Kilometer: 5876 km
Gesamt Höhenmeter: 44021 m

heutige Ausgaben: 6 Yuan - Essen
50 Yuan - Guesthouse
31,2 Yuan - Nüsse, Milch
8 Yuan - Bananen, Mandarinen
6 Yuan - Essen
Gesamt Ausgaben: 5916,2 Yuan  

Hits: 910

Ich frühstückte noch bei den zwei netten, verabschiedete mich und fuhr bei schönen Sonnenschein auf meinen zweiten Pass zu. Die Häuser auf dem Land sind fast wie kleine Burgen, gemauert mit einem oder mehr Türmen, Holzbalkon und alles wunderschön bemahlt.

Das Wetter hielt leider nicht lange und ich musste bald in meine Regenkleidung schlüpfen. Dazu ärgerte micht mein Rad noch ziemlich, mehrmals sprang die Kette runter und verklemmte sich zwischen Speichen und Zahnkranz. Einen Platten hatte ich auchwieder, da mal wieder ein paar Scherben auf der Straße lagen. Durch diese Verzögerungen erreichte ich den Pass sehr spät und war sehr erschöpft und durchgefroren. Es schneite auch sehr stark in dieser Höhe. Der einzige Trost war die schöne Landschaft und die mit Wolken gekrönten Berggipfel.

Bergab war es wieder so brutal kalt, dass meine Hände ganz steif wurden. Nur die Schmerzen beruhigten mich, dass Finger und Zehen noch am leben waren. Als ich ein paar Häuser sah, fragte ich schlotternd ein kleines Mädchen, ob es hier was zum übernachten gäbe. Kurz darauf saß ich bei ihrer Familie am Ofen und taute meine gefrorenen Finger und Zehen auf. Ich wurde so herzlich aufgenommen und versorgt, als ich mich in meinen Schlafsack legte, deckten sie mich noch mit zwei dicken Decken und einem Mantel zu, damit ich ja nicht frierte.

Tageskilometer: 78,72 km
Fahrzeit: 7:02:31
Höhenmeter: 2124 m

Gesamt Kilometer: 5955 km
Gesamt Höhenmeter: 46145 m

heutige Ausgaben: 5 Yuan - Essen
43 Yuan - Unterkunft
Gesamt Ausgaben: 5964,2 Yuan

22. Panne: Platten am Hinterrad  

Hits: 874

Ich lag noch eine ganze Weile im warmen Bett und schaute aus dem kleinen Holzfenster. Ich genoss und versank in der verschneiten Landschaft, die weißen Wiesen und Berge bildeten einen direkten Übergang zur weißen Wolkendecke. Alles war so ruhig und nichts bewegte sich, ausßer ein paar Vögel, die übers Land zogen... hier würde ich am liebsten gar nicht mehr weg. Nach dem Frühstück gab ich der Familie 43 Yuan als dankeschön für die Rettung und machte mich auf den Weg, auch wenn sie mich noch gerne länger aufgenommen hätten und immer wieder meinten ich solle warten bis das Wetter besser werden würde. Ich versprach auf meinem Rückweg nochmal vorbei zu kommen.

Der weitere Weg Richtung Daofu war unglaublich. Da er nur leicht anstieg blieb man ständig auf ca. 3600 m Höhe und hatte eine weite Ebene um sich herum mit ein paar Bergen im Hintergrund. Durch die weite Sicht sah ich immer rechtzeitig, wenn eine dunkle Schneewolke auf mich zu kam und wurde alle dreimal von einer Familie aufgenommen und versorgt, bis kurz darauf wieder die Sonne strahlte... so blieb ich mal einen Tag schön trocken. Wenn der Himmel sich zeigte war der so irre blau, er kam mir fast unecht vor und die Luft hier oben tat auch so gut. Ich war so glücklich über meine Reise hierher, es war all die Anstrengungen wert und ich hätte laut schreien können vor Freude es so weit geschaft zu haben.

Am Abend erreichte ich Daofu und das Tadra-Project, wo ich von Sandra und ein paar Kindern empfangen wurde. Hier lag leider noch kein Schnee, da Daofu auf ca. 2900 m liegt.

Tageskilometer: 92,82 km
Fahrzeit: 6:04:43
Höhenmeter: 779 m

Gesamt Kilometer: 6048 km
Gesamt Höhenmeter: 46925 m

heutige Ausgaben: 30 Yuan - Unterkunft
Gesamt Ausgaben: 5994,2 Yuan  

So meine Quest war erfolgreich abgeschlossen, Brief und Schäle kamen gut im Kinderdorf an, ich hab neue Erfahrungspunkte gesammelt und kann nach einer guten Pause gestärkt meine Rückreise antreten... hehe, die Zocker unter euch verstehen was ich da schreibe.

Am ersten Morgen im Weisenkinderdorf nahm ich eine schöne heiße Dusche, frühstückte mit Sandra bei Tee und Kaffee und wusch meine Kleidung. Als Sandra grad keinen Unterricht hatte, führte sie mich etwas herum, zeigte die Schule, Häuser und Werkstatt. In die erste Klasse ging ich dann mit hinein. Die Kinder waren hier teilweise erst 4 Jahre alt und da es so viele waren, war es sehr schwierig ruhe in die Klasse zu bekommen, aber die waren einfach zu goldig. Im Anschluss saß mit den Kindern noch im Schulhof. Hier wird man sofort in diese riesige Familie aufgenommen, eines hielt meine große Hand, ein anderes lehnte ihren Kopf an meine Schulter und viele weiter standen um mich herum und zeigten mir stolz ihre Schulbücher. Es war fantastisch wie hier alle zusammen hielten und sich gegenseitig halfen.

Den nächsten Vormittag musste ich mich dringendst um mein total verdrecktes Fahrrad kümmern, dies dauerte wirklich sehr lange. Ich musste dazu noch meine Luftpumpe reperieren und die Gangschaltung neu einstellen. Am Mittag gingen Sandra, ein Lehrer, ein Schüler und ich in die Stadt. Ich wollte ins Internet und mir einen schön warmen tibetischen Mantel kaufen und die anderen hatten auch ein paar Dinge zu erledigen. Am Abend traffen wir uns noch mit einem tibetischen Englisch-Lehrer, der nun nach Indien ziehen wollte, zum Essen. Das war sehr nett, er hatte auch noch ein paar seiner Freunde eingeladen... ich hoffe es klappt alles und dass er gut in Indien ankommt.

Ich entschied mich dann doch mal wieder einen Tag länger zu bleiben, es gefiel mir hier einfach so gut. Ich traf am nächsten Vormittag in der Stadt Moni & Robi, zwei Radfahrer aus der Schweiz, die bereits seit drei Jahren unterwegs waren. Sie kamen gerade aus dem Süden und waren auf dem Weg zur Mongolei, so konnten wir sehr gute Informationen austauschen.

heutige Ausgaben: 90 Yuan - Unterkunft
15 Yuan - Kekse, Milch, Bananen
8 Yuan - Internet
180 Yuan - Mantel
10,5 Yuan - Saft, Milch
Gesamt Ausgaben: 6297,7 Yuan  

Hits: 928

Immer diese Verabschiedungen... am liebsten würde ich garnicht gehen, es gefiel mir hier so gut. Doch es war ein traumhafter Tag zum Radfahren. Ich musste leider den gleichen Weg bis Bamei zurück. Hatte aber den Vorteil, dass ich all die Leute wieder besuchen konnte, die mich auf dem Hinweg so nett aufnahmen. Sie erkannten mich auch sofort. Der ganze Schnee war inzwischen nahezu komplett geschmolzen, kein Wunder bei dem Sonnenschein. Ich hatte der Familie, die mich vor fünf Tagen schlotternd aufnahm, gesagt ich käme nach zwei Tagen wieder. Da ich länger in dem Kinderdorf geblieben war, war ich nun etwas spät dran. Doch als ich aus der Ferne das Haus erblickte, sah ich den Vater, als ob er jeden Abend nach mir ausschau halten würde, vor seinem Haus stehen und mir sofort zu winkte. Die ganze Familie freute sich sehr und fragte mich über meine letzten Tage aus. Sie kannten sogar die Schule, denn der Mallehrer kam aus ihrem Dorf.

Tageskilometer: 92,41 km
Fahrzeit: 6:57:21
Höhenmeter: 1359 m

Gesamt Kilometer: 6140 km
Gesamt Höhenmeter: 48285 m

heutige Ausgaben: 3 Yuan - Essen
40 Yuan - Unterkunft
gesamt Ausgaben: 6340,7 Yuan

Hits: 883

Ich gab dem Vater wieder 40 Yuan. Dies war etwas viel, aber mir war es dies Wert. Er verlangte dies ja nicht, sondern ich konnte ihm geben was ich wollte und ich wurde so gut versorgt und war in so netter Gesellschaft. Mein tibetischen Mantel hielt mich nicht nur schön warm, sondern alle Leute freuten sich mich mnit ihrer Kleidung zu sehen und ich wurde fast nur noch mit Tashi Dilek begrüßt... was mich sehr freute.

Der Himmel war strahlend blau und nahezu wolkenlos. In der Sonne wurde es mittags 20ºC warm, so dass ich seit langem mal wieder im T-shirt fahren konnte. Ich fuhr den ganzen Tag mit einem grinsen im Gesicht, es war einfach traumhaft. Der Gedanke, diese wunderschöne Landschaft bald zu verlassen, schmerzte. Einzig das Wissen, nächstes Jahr wieder zu kommen tröstete. Das war bis jetzt von meiner Reise der schönste Abschnitt. Die Mongolei kann aber noch mithalten.

Tageskilometer: 72,63 km
Fahrzeit: 4:46:34
Höhenmeter: 601 m

Gesamt Kilometer: 6213 km
Gesamt Höhenmeter: 48886 m

heutige Ausgaben: 14 Yuan - Essen
10 Yuan - Unterkunft
Gesamt Ausgaben: 6364,7 Yuan

Hits: 691

Fantastisch, wenn die Sonne am frühen Morgen über den hohen Bergen aufstieg und den frostigen Boden zum dampfen brachte. Die Strasse zog sich über 43 km immer höher auf 4200 m. Dabei wurde ich von den vorbei rasenden Trucks, Jeeps und Bussen ziemlich eingestaubt. Dies hielt mich jedoch nicht dvon ab diese irre Sicht und die traumhaften Schneeberge zu genießen. Ich konnte es einfach nicht verstehen, wie man hier so schnell vorbeischießen kann, selbst mit dem Rad war es mir oft zu schnell und ich hielt mehrmals an um alles auf mich einwirken zu lassen. Hätte ich nur etwas mehr Zeit, hätte ich hier wohl ein Camp aufgeschlagen. Der Pass war noch weiß verschneit, doch mit den warmen Mantel und der Sonne musste ich nicht im geringsten frieren. Kurz nach dem Pass wurden im Schnee gerade ein paar Szenen für einen Film gedreht, so musste ich warten bis die Szene im Kasten war. Unterdessen war einer der Crew sehr interessiert an meiner Tour und meinte wenn ich in Xinjiang Provinz ankommen würde, würde er gerne etwas über mich filmen... wir hatten aber keine Kontaktdaten ausgetauscht, also eher unwahrscheinlich. Nach Kangding ging es dann nur noch bergab. Dort traf ich mich mit Namka, der dort auf die Highschool ging und davor auch im Tadra Waisenkinderdorf lebte. Er meinte auch, dass er alle von der Tadra Schule sehr vermissen würde und freute sich bereits auf die Schulferien, dann ginge er wieder nach Daofu. Ich hatte richtig Glück, genau an dem Abend war eine Party an der Schule, mit tibetischen Tanz und Gesang. Und da Namka einer der Hauptorganisatoren war, war ich mittendrin, statt nur dabei. Auch hier war es sehr schade, dass ich gleich am nächsten Tag weiter musste. Dieser sehr kurze Besuch bedeutete mir aber sehr viel.

Tageskilometer: 78,21 km
Fahrzeit: 5:27:36
Höhenmeter: 986 m

Gesamt Kilometer: 6291 km
Gesamt Höhenmeter: 49873 m

heutige Ausgaben: 9 Yuan - Gebäck, Getränke
10 Yuan - Taxi
10 Yuan - Guesthouse
Gesamt Ausgaben: 6393,7 Yuan

Hits: 747

Es ging weiterhin lange bergab. Der Gedanke, all dies schon hochgefahren zu sein, kam mir unvorstellbar vor. Das Wetter war leider nicht so toll, es nieselte leicht und war recht kühl. Meine Laune war heut auch nicht gerade die beste. Dies lag wohl an dem Wetter, den nun zunehmenden Menschen und dem zunehmenden Verkehr, all dies schlug mir ziemlich aufs gemüt.

Ich musste nochmals über einen relativ hohen Berg, wobei sich der Anstieg wieder lange hinzog. Auf der anderen Seite angekommen erwartete mich noch schlechteres Wetter. Hier fuhr ich direkt in die Regenwolke mit Sicht gleich Null. Bald war ich sehr nass und fing somit wieder ziemlich zu frieren an. Als ich eine kleine Unterkunft fand, bestellte ich mir eine riesen Ladung zu essen und legte mich dann gleich ins warme Bett.

Tageskilometer: 102,94 km
Höhenmeter: 913 m

Gesamt Kilometer: 6393 km
Gesamt Höhenmeter: 50786 m

heutige Ausgaben: 8 Yuan - Essen
9 Yuan - Manderinen, Milch
25 Yuan - Essen
10 Yuan - Unterkunft
Gesamt Ausgaben: 6445,70 Yuan

Hits: 742

Heute hatte ich richtig gas gegeben. Ich wolte Chengdu unbedingt am 30. erreichen, damit ich mich noch mit Chengji treffen konnte, der am 31. wieder zurück nach Shanghai flog. Es regnete so gut wie nicht und am Nachmittag kam noch die Sonne heraus. Da es kaum bergauf ging, schoss ich nur so die Strasse entlang. Einer, der Früchte auslieferte, musste in fast jedem Ort halten, so überholten wir uns immer wieder gegenseitig. Jedesmal wenn er wieder an mir vorbei fuhr, hupte und winkte er, dass machte uns beiden viel spaß und ließ die Zeit noch schneller vergehen. Da es hier recht flach war, war es landschaftlich auch eher langweilig. Nur am Morgen ging es noch durch schöne wilde Schluchten.

Tageskilometer: 148,90 km
Fahrzeit: 7:28:34
Höhenmeter: 846 m

Gesamt Kilometer: 6542 km
Gesamt Höhenmeter: 51632 m

heutige Ausgaben: 5 Yuan - Gebäck
6,8 Yuan - Saft
5 Yuan - Essen
20 Yuan - Unterkunft
13,5 Yuan - Milch, Tang
Gesamt Ausgaben: 6496 Yuan

Hits: 843

Ich wachte schon richtig früh auf und nutzte dies um auch sehr früh im Sattel zu sitzen. Ich machte mir zwar keine Sorgen Chengdu an diesem Tag zu erreichen, aber ich dachte wenn ich bereits am Mittag in der Stadt sein könnte, hätte ich genug Zeit einige Sachen zu erledigen, wie z.B. eine schöne warme Dusche zu nehmen.

Gleich zum Start wurde ich von einem Motorradfahrer verfolgt, der sich unbedingt mit mir unterhalten wollte. Nach einem etwas gefährlichen Gespäch bei der Fahrt, bei dem wir immer wieder einigem ausweichen mussten, wollte er mich noch zu sich einladen. Doch dies lehnte ich ab, schließlich war mein heutiges Ziel mich am Abend mit Chengji in Chengdu zu treffen. Aber auf seine Bitte, Handynummern auszutauschen lies ich mich ein. Dann konnte ich auch in Ruhe gas geben.

Hätte ich mich nicht zwischen drin etwas verfranzt und somit ca. 20 km mehr auf die Uhr gelegt, wäre ich wohl bereits um 14 Uhr angekommen. So wurde es doch erst der Nachmittag, aber ich hatte trotzdem genug Zeit mich auszuruhen und mir eine richtig gute Dusche zu gönnen. Diesmal stieg ich in Sim's Guesthouse ab, welches mir von Moni & Robi empfohlen wurde, den zwei schweizer Radfahrern, denen ich in Daofu begegnet bin. Es war etwas teurer aber sehr nett, sehr sauber und einfach gemütlich. Am Abend hat es dann tatsächlich geklappt, ich traf mich mit Chengji und seinen Eltern zu einem großen Essen. Es hat mich sehr gefreut ihn wieder zu sehen und er hatte auch einiges von seiner Reise hier in Chengdu zu berichten. Am nächsten Tag flog er dann wieder zurück nach Shanghai.

Tageskilometer: 113,62 km
Fahrzeit: 6:07:43
Höhenmeter: 170 m

Gesamt Kilometer: 6656 km
Gesamt Höhenmeter: 51802 m

heutige Ausgaben: 8 Yuan - Essen
25 Yuan - Guesthouse
36,5 Yuan - Erdnüsse, Haferflocken
Gesamt Ausgaben: 6565,5 Yuan

Tageskilometer: 113,62 km
Fahrzeit: 6:07:43
Höhenmeter: 170 m

Gesamt Kilometer: 6656 km
Gesamt Höhenmeter: 51802 m

heutige Ausgaben: 8 Yuan - Essen
25 Yuan - Guesthouse
36,5 Yuan - Erdnüsse, Haferflocken
Gesamt Ausgaben: 6565,5 Yuan

Da sich mein Visum langsam dem Ende neigte, ging ich am nächsten Vormittag zum PSB. Nach unendlichem warten, da nur einer von den fünf Beamten arbeitete, wurde mir erklärt, dass ich nur um einen Monat verlängern könnte. Weil mir dies nicht reichte und die nicht mit sich reden liesen, ging ich enteuscht wieder.

Mein zweiter Aufenthalt in Chengdu war richtig teuer. Ich leistete mir neue Schuhe, da meine anderen bereits auseinander fielen. Hier suchte ich mir sehr gute, warme und wasserdichte Goretex Wanderstiefel aus. Dann brauchte ich noch eine neue Stirnlampe, nicht dass die alte kaputt war, die hatte ich Tashi Nima aus dem Kinderdorf geschenkt. Er musste jeden Abend im dunkeln einen Rundgang machen. Ich kaufte mir auch eine richtig gute, die bis zu 40 m schön hell strahlte, so dass ich nun in dunklen Tunneln keine Probleme mehr haben sollte.

Am nächsten Tag bekam mein Rad eine Kur. Als danach komplimente kamen wie: "Wow, das ist ein geniales Bike" und Es sieht nicht danach aus als ob es den langen Weg von Russland bis hierher fuhr.", war ich stolz auf meine Arbeit. Die Aufenthalte in den Hostels gefielen mir immer sehr gut und in Sim's Guesthouse lernte ich wieder viele nette Leute kennen. Abends saßen wir zusammen und tauschten Reiseinformationen aus bei ein zwei Bier. Einen Tag bildeten wir eine Gruppe, um zusammen zu einem schönen großen Essen zu gehen. So konnte ich James, der bereits seit einem Monat in dem Guesthouse lebte und meinte er wolle hier einfach nicht weg, gut verstehen und hielt mich selbst ein paar Tage länger auf als geplant.

Ich hatte mich nun endgültig entschlossen nicht den ganzen Weg bis Shanghai zu radeln. Ich plante nach Chongqing zu fahren, dort ins Bot zu steigen um mich dann nach Yichang treiben zu lassen. Da es mit meinem Visum doch etwas schwieriger wurde als anfangs gedacht, hatte ich keine andere Wahl als eine Einmonatsverlängerung in Chongqing zu bekommen und dann eine längere wenn ich in Shanghai ankommen würde.

heutige Ausgaben: 150 Yuan - Guesthouse
5,5 Yuan - Essen
14,2 Yuan - Gebäck
14 Yuan - Taxi
17 Yuan - Internet
61,3 Yuan - Kaffee, Haferflocken, Klammern
6 Yuan - Bier
8 Yuan - Essen
10 Yuan - Kaffee
5,4 Yuan - Gebäck
4 Yuan - Internet
18 Yuan - Essen
1698 Yuan - Wanderstiefel, LED-Stirnlampe
30 Yuan - Kaffee
27 Yuan - Essen, Bier
5,5 Yuan - Essen
29 Yuan - Batterie, Kettenstifte
30 Yuan - Milchshake
22 Yuan - Essen
7 Yuan - Milch
8 Yuan - Internet
25 Yuan - Taxi
165 Yuan - Fahrradkette, 4 Schaltritzel
19 Yuan - Essen
12 Yuan - Bier
10 Yuan - Wäsche
50 Yuan - Massage
25 Yuan - Essen
26 Yuan - Yunnan Bai Yao
19,9 Yuan - Tagebuch
18 Yuan - Internet
16 Yuan - Bananen, Birnen
Gesamt Ausgaben: 9123,3 Yuan

Hits: 859

So richtig losreißen konnte ich mich immer noch nicht von dem schönen Guesthouse und all den netten Leuten, die ich dort kennen gelernt hatte. Dann gab ich mir einen Ruck und als ich erstmal wieder auf dem Rad saß, war ich auch wieder froh auf der Straße zu sein. Später am Tag traf ich auf zwei chinesische Radfahrer, die eine Tagestour unternahmen und somit ohne Gepäck reisten. Ich freute mich auf die Begleitung und so fuhren wir einige Kilometer zusammen. Mittags tröpfelte es etwas, aber sonst blieb es einigermaßen trocken. Viel bergauf ging es nicht, aber ich fuhr heut trotzdem nicht all zu weit.

Tageskilometer: 82,04 km
Fahrzeit: 5:14:46
Höhenmeter: 634 m

Gesamt Kilometer: 6738 km
Gesamt Höhenmeter: 52436 m

heutige Ausgaben: 5 Yuan - Essen
40 Yuan - Unterkunft
25,5 Yuan - Äpfel, Milch, Kekse
Gesamt Ausgaben: 9193,8 Yuan

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